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Geld für Tennisclub Blau-Gelb Heiderhof und Kanufreunde Plitterdorf

Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ : Geldsegen für Tennisclub Blau-Gelb Heiderhof und Kanufreunde Plitterdorf

Das Land NRW stellt insgesamt 63 000 Euro für die Kanufreunde Plittersdorf und den Tennisclub Blau-Gelb auf dem Heiderhof aus einem Förderprogramm bereit. Die Vereine wollen mit den finanziellen Mitteln um ihre Anlagen zu modernisieren.

Wie soll man auf so einem Untergrund Tennis spielen? Platz sieben des Tennisclubs Blau-Gelb Heiderhof ist zum Teil zugewachsen, der Sandbelag an mehreren Stellen zu Haufen zusammengekehrt, einsam ragen die Netzpfosten aus dem Boden. Da hilft keine Grundsanierung wie etwa auf Platz vier, er muss komplett neu angelegt werden. Mit vereinseigenen Mitteln wäre das nicht zu stemmen, sagt der Vorsitzende Winfried Göb. Dass die Maßnahme jetzt angegangen werden kann, verdankt er einer Fördermaßnahme des Landes NRW.

Der Geldsegen kommt aus dem Fördertopf des Programms „Moderne Sportstätte 2022“, von dem auch die Plittersdorfer Kanufreunde profitieren. Es geht um Unterstützung bei der Sanierung von Vereinsanlagen. Bei den Kanuten ist das die frühere Plittersdorfer Volksschule, die um 1875 eingerichtet und Mitte der 1970er-Jahre von den Wassersportlern bezogen wurde. Nach vielen Umbauten, erzählt der Vorsitzende Holger Grebert, konnte das Gebäude Anfang der 80er als Vereinsheim bezogen werden. Jetzt ist es in die Jahre gekommen, „der ehemalige Schulhof ist in Auflösung begriffen“, so Grebert. Da kam die Fördermaßnahme gerade recht.

NRW will 300 Millionen bis 2022 investieren

Diese wurde schon 2019 ausgelobt. Bis zum Jahr 2022 sollen 300 Millionen Euro investiert werden, um Sportstätten in einen modernen Zustand zu bringen. In Bonn haben schon mehrere Vereine davon profitiert. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten“, sagt dazu die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz. „Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“

Beim TC Blau-Gelb wird Tennisplatz vier grundsaniert, so wie es vergangenes Jahr mit zwei anderen Plätzen gemacht wurde. „Dafür kommen 90 Tonnen Material runter, also Schotter und Sand“, erklärt Göb. „Und genauso viel kommt wieder darauf.“ Das sieht ordentlich aus und trocknet bei Regen schneller. Bei Platz sieben reicht das nicht. Dieser muss im Prinzip komplett erneuert werden. Das kostet insgesamt 32 000 Euro, 17 000 Euro steuert das Land bei. Nächste Woche legt die ausführende Firma los. „Dann haben wir sieben sehr gut bespielbare Plätze“, freut sich Göb. Das werde, so hofft er, nicht nur weitere Familien anlocken – der Verein hat sich in den letzten Jahren auch für Freizeitsportler geöffnet –, sondern auch Leistungssportler, die in höheren Ligen spielen.

Kanufreunde modernisiert Toilettenanlagen

Die Kanufreunde Plittersdorf bekommen 46 000 Euro vom Land, knapp 21 000 Euro steuert der Verein selbst bei. Dafür wird eine Brennwertheizung eingebaut, die Toilettenanlagen im ersten Stock werden modernisiert. Auf dem Schulhof entfernt man Defekte, schafft einen neuen Unterbau und richtet eine Drainage ein, außerdem eine Regenversickerungsanlage. Für all das wird erst ein geologisches Gutachten benötigt.

Der Vorsitzende Gröbert findet, dass die Anträge bewusst unbürokratisch gehalten wurden, damit man sie leicht stellen konnte. Er lobt den Stadtsportbund: „Die haben durch das Sportstättenprogramm einen Riesenaufwand und kümmern sich sehr gut.“

Durch die Coronazeit ist der Verein gut gekommen. Es habe zwar keine Angebote von Vereinsseite geben dürfen, sagt Gröbert. „Aber wir Kanuten haben den großen Vorteil, dass wir unseren Sport an der frischen Luft durchführen.“ Die Kanufreunde erlaubten ihren 120 Mitgliedern im Rahmen der Vorschriften das Paddeln nur zu zweit auf dem Rhein – nicht alleine, das wäre zu gefährlich. Vereinsmaterial muss nach Nutzung desinfiziert werden, es gibt zeitliche Absprachen für den Aufenthalt auf dem Vereinsgelände und die üblichen Coronaregeln. Die Möglichkeiten seien rege genutzt worden, sagt der Vorsitzende. „Die Leute konnten auf dem Wasser beim Paddeln den Kopf freikriegen.“