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Offene Gartenpforte in Bad Godesberg: Gelegenheit zum Besuch im Schaugarten

Offene Gartenpforte in Bad Godesberg : Gelegenheit zum Besuch im Schaugarten

Egal zu welcher Jahreszeit – im Schaugarten von Jörg Lonsdorf gibt es immer etwas zu sehen. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall. Wer möchte, hat dazu demnächst Gelegenheit.

Im Frühjahr zum Beispiel lohnt ein Blick auf Lenzrosen und Co., die im halbschattigen Bereich des 3000 Quadratmeter großen Grundstücks Platz finden, beschreibt Gartenarchitektin Ribanna Garbe. Im Hochsommer entfaltet das Präriebeet mit Vergissmeinnicht, Katzenminze und mehr seine Farbenvielfalt. Dann wäre da außerdem der Dschungelteil, in dem winterfeste Bananen und ein Schlafbaum für Tropenatmosphäre sorgen – allerdings später im Jahr. „Derzeit hält er teilweise noch Winterschlaf“, so Lonsdorf, Inhaber des Betriebs „Gartenenthusiast“.

Zum elften Mal findet die Aktion bereits statt, erzählt Dieter Fuchs, Leiter des Amts für Stadtgrün. 157 Gartenbesitzer sind in diesem Jahr im Bereich südliches Rheinland dabei, das neben Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis unter anderem auch den Kreis Ahrweiler, den Rhein-Erft-Kreis, Aachen, Düren und Euskirchen umfasst, beschreibt Petra Luhmer von der Stadt, die die Aktion mitorganisiert. Im Rhein-Sieg-Kreis öffnen 52 Gärten ihre Pforten, in Bonn sind es 31– Tendenz steigend. Denn einige Gartenbesitzer melden sich laut Fuchs erst nach dem Stichtag bei der Stadt, mitmachen können sie aber trotzdem.

Woran liegt der Reiz, seinen Garten für Fremde zu öffnen? Lonsdorf, der in den Jahren zuvor schon mit seinem privaten Hanggarten in Muffendorf bei der Aktion dabei war, hat gleich mehrere Gründe. „In einer Zeit, in der Gärten viel zu häufig als Arbeit gesehen werden, möchte ich dem etwas entgegensetzen.“ Wandel, Jahreszeiten, Vielfalt seien die Schlagworte. Er wolle die Leute erfreuen und hoffe, dass sie sich ein Beispiel nehmen. Außerdem herrsche in einem Garten eine komplett andere Atmosphäre, wenn darin Leute unterwegs seien.

„Es ist fast wie eine Theateraufführung.“ Denn: „Gärten sind von Menschen für Menschen und für die Natur gemacht. Das vergessen viele.“ Ein Leitsatz, der in Lonsdorfs Schaugarten erkennbar ist. Es summt und brummt überall, Bienen, Hummeln und andere Insekten sind derzeit vor allem am Präriebeet unterwegs. 2011 entstand übrigens die Idee, die Fläche an der Deichmanns Aue als Schaugarten anzulegen. Seitdem entwickelt er sich laut Garbe jedes Jahr weiter, schattige, halbschattige und sonnige Bereiche mit unterschiedlichen Pflanzungen wechseln sich ab. „Alles wächst, gedeiht und verändert sich“, fasst die Gartenarchitektin zusammen.

Der Schaugarten, Deichmanns Aue 62, ist jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr, im Zuge der Offenen Gartenpforte zusätzlich an zwei Wochenenden geöffnet: am 20. und 21. Mai sowie am 22. und 23. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Um 11, um 14 und um 17 Uhr bietet Lonsdorf Führungen an.

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