Spuren und Pfützen Wie es nach dem Ärger um die Glasfaser-Arbeiten im Heiderhofer Wald weitergeht

Heiderhof · Fast vier Monate nach der Verlegung von Glasfaserkabeln im Heiderhofer Wald sind noch nicht alles Arbeitsspuren beseitigt. Die Telekom sagt nun, wie es weitergeht.

Wo das Kabel im Wald unter die Erde verlegt wurde, sind nun Dellen enstanden. Darin bilden sich Pfützen.

Wo das Kabel im Wald unter die Erde verlegt wurde, sind nun Dellen enstanden. Darin bilden sich Pfützen.

Foto: Dieter Arenz

Die Kabel, die im November im Heiderhofer Wald verlegt wurden, sind mittlerweile ein gutes Stück weit unter der Erde. Damals hatte sich Dieter Arenz, der dort mit seiner Frau regelmäßig spazieren geht, gefragt, was das alles soll. Es stellte sich heraus, dass es sich um Hauptleitungen für Glasfaser handelt, die in Richtung Wachtberg führen.

Arenz erinnert sich, dass die Baufirma den stark frequentierten Waldweg wieder in Ordnung bringen wolle. „Das ist bisher nicht geschehen. Der Weg hat durch die Fahrzeugspuren einige Dellen, die sich derzeit als Pfützen bewundern lassen“, sagt er. Außerdem sei ein Haufen Kies liegengeblieben. Der Bad Godesberger fragt sich zudem, wann die Verlegearbeiten zu Ende geführt werden, denn „im Augenblick endet das Kabel an einer Schlechtwetterhütte, wo auch noch Absperrmaterial steht“.

Zuständig für das Vorhaben sind die Unternehmen GlasfaserPlus und Telekom, wie es die Stadt auf GA-Anfrage mitteilt. Letztere teilt mit, dass derzeit an einigen Stellen eine Asphaltdeckschicht aufgetragen werde. Mit der Überarbeitung von rund 400 Metern Waldweg werde nach Ostern begonnen.

Das Kabel wird das Ländchen mit schnellem Internet versorgen und hat nichts mit den für den Bereich geplanten, aber noch nicht beschlossenen und genehmigten Windrädern zu tun. Die Zuleitung kommt aus Richtung Bonn, es wird eine Vermittlungsstelle der Telekom auf dem Heiderhof angezapft. Von dort verlaufen die Hauptleitungen nach Wachtberg, etwa nach Niederbachem und Villip. In den Ortsteilen werden kleinere Vermittlungsstellen aufgebaut, von wo aus die Leitungen sich zu den Straßen verteilen.

Bei GlasfaserPlus handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des IFM Global Infrastructure Fund. Hinsichtlich der Arbeiten im Wald hatte die Stadt eine verkehrsrechtliche Anordnung erteilt.

Mehrere Anbieter

Auch andere Firmen verlegen Glasfaser nach Wachtberg. Der Bonner Telekommunikationsanbieter bn-t will derzeit Gimmersdorf, Oberbachem, Kürrighoven, Ließem und Werthhoven ans schnelle Datennetz anbinden. 2018/19 hatte das Unternehmen Arzdorf und Fritzdorf als erste Orte im Ländchen angeschlossen. Es folgten Züllighoven und Klein Villip, gefolgt nun von Pech und Villiprott.

Eine Glasfaser-Leitung überträgt Daten stabiler und deutlich schneller, als es mit Kupfer- oder Koaxialkabeln möglich ist. Damit sind Downloads mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

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