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Friesdorfer Adventsmarkt: Glühweingenuss mit Hygieneauflage

Friesdorfer Adventsmarkt : Glühweingenuss mit Hygieneauflage

Der Friesdorfer Adventsmarkt bot den Besuchern dank 2G-Regel und viel Abstand Gelegenheit, gemütliche Stunden an der frischen Luft miteinander zu verbringen

Vermutlich hatten die Friesdorfer Glück mit ihrem traditionellen Weihnachtsmarkttermin: „Ob wir das nächstes Wochenende so machen könnten, weiß ich nicht“, sagte Ralf Hünten, erster Vorsitzender des Ortsausschusses. Denn obwohl zwischen den beiden Standreihen auf dem Parkplatz neben dem Friesdorfer Freibad viel Platz gelassen wurde, wurde es dort trotzdem an manchen Stellen recht eng. Das war sicher zum einen dem Sonnenschein am Samstag geschuldet – beziehungsweise, wenn man Hünten glauben kann, dem Vertrag mit Petrus. „Wir haben so gebetet: Gib den Leuten schönes Wetter.“ Die Leute kamen aber wohl auch, weil sie noch mal die Gelegenheit zum Miteinander hatten – denn wer weiß, welche Regeln in den kommenden Tagen gelten. „Ich finde es schön, in Gesellschaft mit anderen zu sein“, sagte Antonia von den Pfadfindern, die mit einigen Freunden zwischen den Ständen Glühwein trank. Es sei ja wohl die letzte Chance, vermutete Thorsten.

Gedränge würde sein Kumpel Tim aber meiden. „Mit den Inzidenzen ist ja nicht zu spaßen, auch wenn man geimpft ist.“ Er halte zur Sicherheit immer seine FFP2-Maske bereit. Antonia fand es gut, dass viel Platz gelassen wurde, damit man Ansammlungen etwa vor den Glühweinständen aus dem Weg gehen kann. Thorsten stimmte zu. „Es ist hier etwas leerer als auf dem Bonner Weihnachtsmarkt.“ Jana, ebenfalls Pfadfinderin, war recht gelassen. „Es findet ja hier alles unter vermeintlich sicheren Maßnahmen statt. Dazu ist man ja an der frischen Luft.“

Die Stände nebeneinander waren so eng gestellt, dass man nicht zwischen ihnen hindurch auf den Platz gelangen konnte. Also blieben nur die beiden Parkplatz-Eingänge, und dort wurde jeder kontrolliert: Nur Geimpfte und Genesene durften auf den Platz, man musste auch den Personalausweis vorzeigen und erhielt dann ein Armband. Das funktioniere ganz gut, sagte Hünten. „Die Leute sind alle dankbar, dass überhaupt etwas stattfindet, und sehr diszipliniert.“ Auch die Standbetreiber hätten sich über Umsatz und Atmosphäre positiv geäußert. Die Halle, in der sonst der Andheribasar um diese Zeit stattfindet, blieb zu. „Da hätten wir 2G-Plus machen müssen“, so Hünten. Die Andherihilfe erhielt deshalb zwei Stände ebenfalls draußen auf dem Platz.

Auf der Bühne sang zum Auftakt  der Männerchor Friesdorf, anschließend kam der Nikolaus. Es spielte die Beueler Stadtkapelle, das Musikcorps der Beueler Stadtsoldaten, und es gab eine ausgedehnte Kinderschmink-Aktion, weil zwei andere Auftritte abgesagt worden waren.

An den Glühweinständen war besonders viel los. Bei der KG Kleffbotze hatten sich einige Vereinsmitglieder eingefunden. „Wir sind einfach froh, hier zu sein, weil wir so lange im Dorf nichts hatten“, sagte Heike Blank.

Die 2G-Kontrollen am Eingang gaben ihr und den anderen Sicherheit. „In Bonn ist das nicht der Fall“, kritisierte Willi Kann. Dort sei es auf dem Weihnachtsmarkt viel zu eng, meinte auch Dirk Hochreiter. Unwohl fühlten sie sich im Gedränge nicht. „Angst soll man nicht haben“, meinte Dirk Hochreiter. „Respekt schon.“