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Goldbergweg​: Polizei hat bisher keine Hinweise auf Brandstiftung​

Feuer im Goldbergweg : Polizei hat bisher keine Hinweise auf Brandstiftung

Nachdem dem Feuer in einer Gartenhütte in Muffendorf dauern die Ermittlungen der Bonner Polizei noch an. Das Areal ist offenbar auch ein Rückzugsgebiet für Einbrecher.

Nach wie vor unbekannt ist die Ursache für den Brand in einer Gartenhütte am Goldbergweg in Muffendorf. „Bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf eine vorsätzliche Inbrandsetzung“, sagt Polizeisprecher Simon Rott: „Unsere Ermittlungen dauern an.“ Laut Rott wurde Hütte am Abend vor dem Brand am 18. Juni noch von den Berechtigten genutzt.

Wie berichtet war es bei dem Feuer zu mehreren Explosionen durch eingelagerte Gasflaschen gekommen, verletzt wurde dadurch aber niemand. Besonderen Aufwand betrieben die Einsatzkräfte der Feuerwehr, um eine Ausbreitung des Feuers auf ein unmittelbar angrenzendes Waldstück zu verhindern. Die Maßnahmen waren erfolgreich, doch von der Gartenhütte stehen nur noch verkohlte Pfosten und Balken.

Ärger wegen Partys

In dem weitläufigen Grünbereich entlang des Goldbergweges befinden sich eine ganze Reihe von Schrebergarten-ähnlichen Gartengrundstücken, auf denen oft auch eine Art von Hütte steht. Die Frage, welche Form von Bauten und Nutzung auf den Grundstücken generell erlaubt ist, hat das Presseamt der Stadt Bonn bisher nicht geantwortet. Wie ein Kenner der dortigen Verhältnisse dem General-Anzeiger erklärte, soll es auf einem Nachbargrundstück immer wieder Ärger wegen ausgiebiger Partys und Pöbeleien gegeben haben. Der Pachtvertrag sei inzwischen gekündigt.

Zu diesen Vorkommnissen kann der zuständige Revierjäger Hans Müller nichts sagen. Was ihm aber in der Vergangenheit auffiel: Das Areal am Goldbergweg scheint aus seiner Sicht immer wieder Rückzugsort für Diebe und Einbrecher gewesen zu sein. „Ich habe dort in letzten Jahren immer wieder entsorgtes Diebesgut wie einen geöffneten Tresor gefunden“, berichtet er.

Zuletzt habe er Polizei im vergangenen Jahr Schmuck übergeben, den er in einer DIN A4 Tüte gefunden habe. Auch rund um den Fuderbachsweg zwischen Pech und Heiderhof hatte es Revierjäger Müller in den vergangenen Jahren immer wieder mit dubiosen Vorkommnissen zu tun. So waren Ende 2020 nicht nur Giftköder in seinem Revier gefunden worden, sondern auch mehrere Rehstücke, was auf Wilderei schließen lässt. Allerdings sagt Müller: „Seitdem ist es ruhig geworden.“