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VHS-Ausstellung zeigt Familienporträts aus sieben Ländern: Goldfische und Klimaschutz

VHS-Ausstellung zeigt Familienporträts aus sieben Ländern : Goldfische und Klimaschutz

"Klimawandel als Schlagzeile": Unter diesem Motto steht eine Ausstellung, die in der Volkshochschule Bad Godesberg eröffnet wurde. "#WeAreTheClimateGeneration" ist der Name der Schau, bei der Porträts von 49 Familien aus sieben europäischen Ländern gezeigt werden. Mit den Bildern wollen die sieben Fotografen auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Entstanden ist das Projekt aus einem Zusammenschluss europäischer Agenturen, die mit Optimismus und Humor die Themen Ethik und Nachhaltigkeit an die Öffentlichkeit bringen wollen, hieß es bei der Vernissage. Die tippingpoints Agentur mit Sitz in Bonn vertritt den deutsche Part, der sich selbst den Namen "Do Not Smile" (DNS) gegeben hat. Tippingpoints beschäftigt sich vor allem mit Klimaschutzkommunikation und sucht stetig nach neuen Möglichkeiten, das Thema Klimaschutz in den Fokus zu rücken, so die Agentur.

Mit den Bildern soll der Großteil der Bevölkerung erreicht werden, erklärten Geschäftsführer Michael Adler und Projektleiter Robert Sedlak das Ziel der Ausstellung. So solle das Fotoprojekt auf einer persönlichen und emotionalen Ebene an jeden Einzelnen appellieren, für den Klimaschutz aktiv zu werden. "Wir wollen die Menschen nicht mit komplizierten Graphen langweilen oder mit Bildern von Eisbären schockieren", sagte Adler. "Unsere Botschaft ist: Jetzt handeln. Denn der Klimawandel betrifft jeden von uns."

Bei der Vernissage war auch Fotografin Mirene Schmitz dabei, die für den deutschen Teil des Projekts verantwortlich ist. Zusammen mit den porträtierten Familien hat sie jedes Foto einzeln konzipiert. Besonders wichtig war ihr dabei, dass die Bilder zu der jeweiligen Familie passen. So sind auf dem Porträt einer besonders tierlieben Familie Großvater, Mutter und Tochter mit einem Goldfischglas und einem darin schwimmenden Fisch zu sehen.

"Die Bilder sollten authentisch sein, weshalb auch alle deutschen Familien etwas ernster gucken als der Rest. Aber in jedem Foto gibt es ein ironisches Element, das auf den Klimawandel aufmerksam macht", sagte Schmitz. Obwohl die Bilder alle auch ein persönliches Statement der Porträtierten zeigen, soll die jeweilige Botschaft der Interpretation des Betrachters überlassen werden. "Jeder darf darin sehen, was er möchte", so Schmitz. "Während zum Beispiel das Fischernetz in einem der Fotos für den einen die Überfischung der Meere zeigt, ist es für den nächsten ein Rettungsnetz, in das die Familie sich geflüchtet hat." Besonders durch die persönlichen Stellungnahmen der Familien zeigt die Ausstellung deutlich, dass Klimawandel jeden einzelnen von uns angeht.

Die Ausstellung unter dem Titel #WeAreTheClimateGeneration" ist noch bis Freitag, 18. März, in der Volkshochschule, Am Michaelshof 2, zu sehen. Geöffnet ist sie von 8.30 bis 16 Uhr.