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Kirche St. Marien: Großer Applaus für ein bewegendes Konzert

Kirche St. Marien : Großer Applaus für ein bewegendes Konzert

Dass die Bezeichnung "musisches Profil" im Programm der Otto-Kühne-Schule keine leere Worthülse ist, haben Chöre und Orchester des Gymnasiums am Sonntag in der katholischen Kirche St. Marien eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Den Auftakt des Passionskonzerts lieferten der Unterstufenchor und der Mädchenchor der Mittelstufe. Den Hauptteil, bestehend aus dem siebenteiligen Requiem des französischen Komponisten Gabriel Fauré, übernahm der Oberstufenchor zusammen mit dem Orchester.

Musikalisch bekannt ist das Päda vor allem durch seine traditionellen Sommer- und Weihnachtskonzerte. Diesmal hatte Musiklehrer und Chorleiter Dietrich Thomas abseits dieser Termine an einen Ort außerhalb der Schule eingeladen, um das musikalische Talent seiner Schüler einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Mit Erfolg: St. Marien war bis auf den letzten Platz besetzt.

Den Abend eröffnete der Unterstufenchor mit englischsprachigen Stücken wie "Let there be peace on earth" von Sy Miller und Jill Jackson. Im Anschluss präsentierten die Mädchen aus dem Mittelstufenchor zeitgenössische Stücke wie Christopher Tamblings Vertonung des Gebets "God be in my head" und Mary Donnellys "I have a dream".

Danach übernahmen Oberstufenchor und Orchester und boten nach zwei Stücken von John Rutter Faurés lateinisches Requiem. Die Darbietung des Chors wurde dabei stellenweise durch Soloparts einzelner Sänger ergänzt. Wirkte die Kirche fast etwas zu groß für die Stimmen der zahlenmäßig unterlegenen Schüler der jüngeren Chöre, machte der Oberstufenchor sich die Akustik der Umgebung voll zunutze und erfüllte den Raum mit klanggewaltigen Stimmen, untermalt von Streichern, Bläsern und Orgel.

Das Orchester trat in leicht veränderter Besetzung auf. Gäste unterstützten die fortgeschrittenen Schüler des Pädas, darunter zwei Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, Annika Thiele (12) an der Harfe sowie Leo Janssen (15) am Waldhorn. Die Soloparts des Requiems übernahmen zwei Eigengewächse der Otto-Kühne-Schule: Felix Lohmann (Bariton), der vergangenes Jahr sein Abitur gemacht hat, und Paula Wirz (Sopran), die momentan die zehnte Klasse besucht. Alle vier Musiker sind Preisträger des NRW-Landeswettbewerbs "Jugend musiziert".

Das Requiem von Fauré, dem Titel nach ein trauriges Stück, sorgte im Publikum keineswegs für lange Gesichter. Mit minutenlangem tosendem Applaus bedankten sich die Zuhörer bei den vielen Musikern und entließen die Ensembles erst nach mehreren Verbeugungen in den Sonntagabend.