Nachwuchs dringend gesucht Grüne Damen und Herren feiern das 30-jährige Bestehen

SCHWEINHEIM · Mit einem kleinen Festakt ist das 30-jährige Bestehen der Grünen Damen und Herren im Seniorenzentrum Heinrich Kolfhaus (SHK) gefeiert worden. Heimleiter Oliver Züll hatte anlässlich des besonderen Tages über 40 Helfer eingeladen.

 Im Seniorenzentrum Heinrich Kolfhaus haben die Grünen Damen mit Ehrenamtlichen und Gästen 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Im Seniorenzentrum Heinrich Kolfhaus haben die Grünen Damen mit Ehrenamtlichen und Gästen 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Foto: Ronald Friese

"30 Jahre Grüne Damen und Herren, wir freuen uns sehr dies feiern zu können. Das ist eine sehr lange Zeit", sagte Züll zu Beginn der Veranstaltung. "Ohne Sie wäre Vieles nicht möglich", so der Heimleiter weiter. Die bundesweit in Krankenhäusern oder in Seniorenzentren tätigen Helfer sind Laien, die ehrenamtlich, unabhängig und in eigener Verantwortung persönliche Wünsche von Patienten und Heimbewohnern erfüllen. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, organisieren Aktivitäten innerhalb einer Einrichtung und erledigen auch kleine Besorgungen.

Derzeit sind fünf ehrenamtliche Mitarbeiter im Seniorenzentrum tätig. "Wir benötigen dringend Nachwuchs", so Cornelia Gmeiner, Landesbeauftragte der Evangelischen Krankenhaushilfe. "Früher konnten wir mit zehn Helfern unterstützen. Eine Dame war von Beginn an dabei, musste aber aus Altersgründen aufhören", ergänzte Brigitte Homann, Leiterin der Grünen Damen und Herren im Kolfhaus. Die Helfer begleiten regelmäßig Ausflüge, betreuen einen Gesangskreis sowie ein Angebot für Gedächtnistraining und unterstützen Gottesdienste in der Einrichtung.

Auch Bürgermeister Horst Naaß gratulierte. "Wir wissen, wie wichtig das Ehrenamt ist. Und, dass es in den Einrichtungen auch richtig funktioniert. Wir wünschen Ihnen alles Gute und ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement", betonte er. Seelsorger Dietrich Jeltsch verwies in einer Andacht auf die Einflüsse ehrenamtlichen Engagements. "Nächstenliebe und eigene Wahrnehmung gehen nicht ohne einander. Das gilt auch für das Ehrenamt", meinte der Pfarrer.

Beim gemeinsamen Kaffeetrinken folgte ein reger Austausch zwischen Helfern und Gästen. Das evangelische Seniorenzentrum bietet Serviceleistungen von der Tages- bis zur stationären Dauerpflege an. Die Einrichtung wurde nach dem evangelischen Theologen Heinrich Kolfhaus benannt, der sich durch sein besonderes Wirken während des Nationalsozialismus in seiner Gemeinde Bad Godesberg auszeichnete.

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