1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Bad Godesberger Kinder reichen Bürgerantrag ein: Grundschüler fordern Zebrastreifen in Mehlem

Bad Godesberger Kinder reichen Bürgerantrag ein : Grundschüler fordern Zebrastreifen in Mehlem

Die Kinder der Domhofschule in Mehlem wünschen sich einen Zebrastreifen vor ihrer Schule. Dafür haben sie einen Bürgerantrag bei der Stadt eingereicht. Die Verwaltung hat nun auf den Wunsch geantwortet.

Die Kinder der Grundschule Am Domhof in Mehlem sind hartnäckig und mit ein wenig Glück werden sie damit auch erfolgreich sein: Wie berichtet, wünschen sich die Kinder, die Schule und auch die Eltern einen Zebrastreifen auf dem Langenbergsweg. Die Forderung war dabei nicht neu, es hatte bereits mehrere Vorstöße gegeben, allerdings gibt es in dem Gebiet bereits unterschiedliche Maßnahmen, damit es vor Ort verkehrsberuhigter ist.

Um ihrem Wunsch Ausdruck zu verleihen, malten die Kinder am Weltkindertag im vergangenen Jahr mit Kreide einen Zebrastreifen dorthin, wo sie sich ihn wünschen. Doch damit nicht genug: Am 2 November reichten die Kinder mit einem selbst verfassten Schreiben einen „Bürgerantrag auf einen Zebrastreifen“ ein. Zuvor hatten sich die Kinder bereits per Brief an den ehemaligen Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) gewendet.  Dieser antwortete den Kindern und ermutigte sie dabei auch den Bürgerantrag zu stellen.

Lotsendienst hilft Schülern vor der Grundschule

Diesen haben sie handschriftlich verfasst und ihn mit kleinen Herzchen verziert. „Die morgendliche Situation an unserer Schule am Langenbergsweg ist eine ohne den Lotsendienst reine Katastrophe und sogar oft gefährlich“, schreiben die Schüler, „in beiden Richtungen fahren Autos, was das Überqueren der Straße unübersichtlich macht. Es fahren auch Busse vorbei. Im Winter ist das eine Herausforderung“. Daher hoffen die Schüler, dass eine Zählung des Verkehrs durchgeführt werden kann, um die Einrichtung eines Zebrastreifens zu prüfen. 

Trotz Lotsendienst komme es zu gefährlichen Situationen

Ein angehängtes Schreiben der Schulleitung der Katholischen Grundschule Am Domhof verleiht der Forderung der Schüler Nachdruck. „Ein täglicher Lotsendienst, der durch die Elternschaft organisiert wird, trägt dazu bei, dass unsere Schüler sicherer über die Straße geführt werden können, dennoch kommt es täglich zu gefährlichen Situationen mit Autofahrern“, so die Schulleitung. Daher würde nach Ansicht der Schulleitung eine Zebrastreifen die Verkehrssicherheit vor Ort „enorm erhöhen“.

Verwaltung schlägt Verkehrszählung vor

Nun hat sich die Bonner Stadtverwaltung zu dem Antrag in einer Stellungnahme geäußert. Der Antrag der Kinder und der Schule soll bei der Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg am Mittwochabend besprochen werden. Dabei schlägt die Verwaltung im Vorfeld vor, dass vor Ort eine Verkehrszählung durchgeführt werden soll, um zu überprüfen, ob aus rechtlicher Sicht ein Zebrastreifen möglich ist.  „Die Verwaltung empfiehlt, zunächst eine Verkehrszählung – Kfz und Fußgänger – im Bereich des Langenbergswegs und der Antoniterstraße zu beauftragen“, schreibt die Verwaltung. So könnte erörtert werden, ob ein Zebrastreifen nötig sei oder ob der bereits bestehende Fußgängerüberweg „verschoben“ werden muss.

Viele Verkehrszählungen wurden 2020 verschoben

Die Verwaltung schlägt als Erhebungszeitraum das Sommerhalbjahr außerhalb der Ferien vor (März bis Oktober). Denn im Winterhalbjahr würde witterungsbedingt die Verkehrsbelastung vom Durchschnitt abweichen. „Durch die verkehrlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden geplante Verkehrserhebungen im Jahr 2020 verschoben. Aktuell ist dadurch eine Reihe von Erhebungen ausstehend“, so die Stadtverwaltung. Daher könne die Erhebung für die Schüler aus Mehlem nicht vor März 2021 stattfinden, so die Stadt.