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Riesenhase aus Bad Godesberg: Hase Hugos Ausflug endet tragisch

Riesenhase aus Bad Godesberg : Hase Hugos Ausflug endet tragisch

Fast fünf Wochen war Riesenhase Hugo vermisst. Am Donnerstagabend fand Caroline Schaefer ihn im Garten. Tot. „Es war der schwärzeste Tag“, sagte sie am Freitag. Mit einem Fahndungsplakat und via Internet hatte Schaefer nach "Magic Hugo" gesucht, als er an Karneval aus dem Garten der Familie an der Theodor-Heuss-Straße verschwand.

„Zwischendurch wurde er an der Konstantinstraße gesehen“, berichtete Schaefer. Hugo war nicht nur als „Flämischer Riese“ eine imposante Erscheinung. Er hatte auch die Herzen von Freunden und Kunden im Sturm erobert und es bis ins Fernsehen geschafft.

"Kein Hase hat so ein erstes Jahr gehabt wie er", sagt die Besitzerin über ihr Hautier. Was genau zu Hugos traurigem Ende geführt hat, lässt sich nicht sagen. Er hatte eine Verletzung am Hinterlauf.

Trotzdem schaffte er es noch zurück in den heimischen Garten. „Ich habe mit allem gerechnet, aber damit nicht“, sagte Caroline Schaefer. Alle Experten hätten ihr gesagt, dass Kaninchen nicht von alleine zurückkommen. Sie müsse Hugo finden. Jetzt steht nur noch eine Skulptur, die an den großen Hasen erinnert, im Garten. Hugo lässt auch eine Kaninchendame namens „Chanel No. 5“ zurück, der er als Vater ihres Nachwuchses versprochen war.

„Es gab sogar schon eine Warteliste für kleine Hugos“, erzählte Caroline Schaefer. Jetzt hofft sie, dass der Einjährige bei seinem Ausflug vielleicht eine Kaninchendame kennengelernt hat. Der Nachwuchs wäre an seinem entspannten Wesen und einer großen Vorliebe für Birnen zu erkennen.

Kinder von Caroline Schaefers Kundinnen hatten vermutet, Hugo sei der Osterhase und deshalb saisonbedingt unterwegs. Ob sie recht hatten, wird sich raustellen, wenn in Bad Godesberg die Osternester leer bleiben.