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"ExperimentierKüche" in Bonn: Haupt- und Gesamtschüler erhielten ein Zertifikat

"ExperimentierKüche" in Bonn : Haupt- und Gesamtschüler erhielten ein Zertifikat

Eigentlich geht es erst in ein paar Tagen um Noten und Versetzung. Doch einige Bonner Schüler bekamen schon gut eine Woche vor Schuljahresende ein Zeugnis, für das sie sich ganz besonders angestrengt hatten.

Insgesamt 30 Schüler der Anne-Frank-Schule, von Bonns Fünfter-Gesamtschule, der Hauptschule St. Hedwig und der Karl-Simrock-Schule erhielten am Dienstag im Deutschen Museum den "Laborführerschein der ExperimentierKüche". Dabei handelt es sich um ein von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg anerkanntes Zertifikat. Die Schüler gehören damit zu den 350 Achtklässlern, die erfolgreich an dem Projekt teilgenommen haben. Hauptträger ist der Förder- und Freundeskreis des Deutschen Museums.

"Der Laborführerschein ist das beste Beispiel für unseren Auftrag, möglichst vielen jungen Menschen ungeachtet ihrer sozialen und kulturellen Zugehörigkeit einen niederschwelligen und erlebnisorientierten Zugang zu Naturwissenschaft und Technik zu ermöglichen", sagte Andrea Niehaus, Leiterin des Deutschen Museum Bonn. "Wir wollen mehr junge Menschen davon überzeugen, dass es sich lohnt, als Naturwissenschaftler die Zukunft unserer Erde mitzugestalten."

Was macht ein Chemielaborant und was eine Drogistin? Diese und andere Fragen können die Jugendlichen nach der Teilnahme an dem Berufsorientierungsprojekt beantworten. Das besondere Merkmal des preisgekrönten Laborführerscheins ist, dass er naturwissenschaftliches Wissen mit komplexen Bereichen wie Berufswahl und Persönlichkeitsentwicklung verknüpft. Im Rahmen der Schulung wurden die Schüler mit Rollenspielen auf Vorstellungsgespräche vorbereitet.

Abwechselnd im Museum, bei Unternehmen der Region, der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erhielten die Schüler Einblicke in verschiedene Berufswelten.

"So ist das Schülerlabor ein Knotenpunkt eines regionalen Berufsorientierungsnetzwerkes, das sich gemeinsam eine Aufgabe vorgenommen hat: jungen Menschen den individuell passenden Weg in die Berufswelt zu ebnen", ergänzt Niehaus.