Waldarbeiten am Heiderhof Spaziergänger kritisiert tiefe Rillen auf Waldweg

Heiderhof · Nässe und Waldarbeiten haben dem Waldweg auf dem Heiderhof zugesetzt. An manchen Stellen haben Spaziergänger dort nur wenig Platz. Woher die tiefe Rillen kommen und was die Verwaltung dazu sagt.

 Tiefe Furchen ziehen sich durch den oft frequentierten Rundweg am Heiderhof nahe des Waldfriedhofes.

Tiefe Furchen ziehen sich durch den oft frequentierten Rundweg am Heiderhof nahe des Waldfriedhofes.

Foto: Axel Vogel

Das nasse Frühjahr hat Spuren hinterlassen. Nicht nur auf den Wiesen und Feldern in der Region, sondern auch im Wald. Die schweren Arbeitsfahrzeuge, die in den letzten Wochen für die Waldpflege im Teilen des Kottenforstes eingesetzt wurden, haben teilweise tiefe Furchen in die Waldwege gedrückt - etwa auf dem Waldweg auf dem Heiderhof in Richtung Pech. „An manchen Stellen ist der Weg durch die tiefen Rinnen mittlerweile so eng, dass man nur noch im Gänsemarsch hintereinandergehen kann“, ärgert sich ein Spaziergänger. Weitere Stolperfallen seien Äste und Baumstämme, die überall herumliegen, beklagt der Godesberger.

Laut städtischen Presseamt ist die Stadtförsterei für einen Großteil des Weges für die Instandhaltung zuständig. „Allerdings nicht für den kompletten Weg“, erklärt Isabel Klotz. Ein Harvester habe die Furchen verursacht. Das ist eine schwere Maschine, die für die Fällung von Stämmen eingesetzt wird. „Der Einsatz des Harvesters fand hauptsächlich im Privatwald statt. Im Stadtwald wurden nur vereinzelte Bäume im Zuge der Verkehrssicherung entnommen“, erklärt Klotz. Mitarbeiter der Telekom hätten zudem im weiteren Verlauf des Weges in Richtung Pech Leitungen verlegt. Dafür hätten sie Gräben gezogen und anschließend wieder verfüllt. „Leider wurde dabei der Boden anscheinend nicht ausreichend verdichtet. Durch das ablaufende Wasser kam es dann zur Ausspülung des Wegmaterials“, sagt Klotz.

Stadtverwaltung reagiert auf Kritik des Bürgers

Die Stadtverwaltung hat mittlerweile auf die Kritik des Bürgers, dass der vorhandene Weg so eng sei, dass Spaziergänger nur noch hintereinander vorbeigehen können, reagiert: Die Stadtförsterei sei den Weg abgefahren und habe keine Engstellen entdeckt, sagt Klotz. Mittlerweile werde das von der Erntemaschine geschlagene Holz gestapelt.

Wie lange es noch dauern wird, bis der Weg wieder vollständig genutzt werden kann, ist nicht klar. Nach Auskunft der Stadt kann erst nach Abschluss der Arbeiten mit dem Ausbessern begonnen werden. „Im oberen Bereich muss der Weg lediglich neu abgezogen werden, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen“, sagt Klotz. Im unteren Bereich in Richtung Pech müsse hingegen neues Wegebaumaterial aufgebracht, verdichtet und abgezogen werden.

Wann der Weg ausgebessert wird, ist unklar

Wie teuer die Sanierung wird, dazu kann die Sprecherin keine genauen Angaben machen. Die Kosten seien davon abhängig, ob die Ausbesserungen durch Mitarbeiter der Stadtförsterei getätigt werden, oder ob ein externer Dienstleister beauftragt werden muss. „Es ist zudem noch zu klären, ob die Firma des Harvesters und die Telekom sich an den Ausbesserungsarbeiten beteiligen können oder müssen“, sagt Klotz.

Die Arbeiten könnten wohl bei trockenem Sommerwetter erledigt werden. Da für die Ausbesserungen Maschinen eingesetzt werden, ist nach Angaben der Stadt nicht damit zu rechnen, dass die Arbeiten aufgrund des Austrocknens oder Verhärtens des Bodens nicht durchgeführt werden können.

Der Rundweg vom Heiderhof nach Pech durch den Kottenforst ist auch für ungeübte Wanderer leicht zu bewältigen. Er ist bei Spaziergängern ebenso beliebt wie bei Hundehaltern. Vor allem die Vielseitigkeit der Strecke begeistert viele. Laubwälder wechseln sich mit Wiesen und Feldern ab und immer wieder eröffnet sich ein Blick auf das Siebengebirge.

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