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Kommentar zur Hochwasser-Kommunikation: Hotline wäre hilfreich

Kommentar zur Hochwasser-Kommunikation : Hotline wäre hilfreich

Das Hochwasser am vergangenen Wochenende war eine Ausnahmesituation. Straßenzüge, Keller und Erdgeschosse standen unter Wasser. Die Feuerwehr hat gute Arbeit geleistet. Sie hat die Bürger rechtzeitig informiert. Doch was ist mit der Zeit danach? Hier hat die Stadt Fehler in der Kommunikation gemacht.

Das Beispiel von Rentner Paul Trunk zeigt, dass vor allem ältere Menschen mit der Situation überfordert sind. Oft sind sie körperlich nicht in der Lage, die anfallenden Aufräumarbeiten zu übernehmen. Und nicht jeder kann auf die sofortige Hilfe von Verwandten und Freunden zählen.

In diesen Fällen ist die Stadt gefordert. Sie muss den betroffenen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Einrichtung einer Hochwasser-Hotline wäre daher eine sinnvolle Maßnahme gewesen. Dort hätte die Stadt offene Fragen beantworten und erste Hilfe vermitteln können.

Eine zentrale Nummer im Stadthaus reicht in diesem Fall offensichtlich nicht aus. Es genügt nämlich nicht, die Hilfesuchenden von einer Stelle zur anderen weiterzureichen, ohne dass sie am Ende wirklich Antworten erhalten.

Paul Trunk landete letztendlich im Büro der Bezirksbürgermeisterin. Die ist für bürgerschaftliches Engagement vermutlich zu haben, kann aber kaum selbst alle Keller ausräumen.