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"Im Gries" soll alles beim Alten bleiben

"Im Gries" soll alles beim Alten bleiben

Ob ein Teilbereich der Straße Im Gries in Lannesdorf in die Tempo-30-Zone mit einbezogen oder alternativ ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet werden kann: Das wollten die Politiker in der Bezirksvertretung wissen und baten die Verwaltung, den Vorschlag zu prüfen.

Nun liegt die Antwort vor: Weitere Maßnahmen sind laut Verwaltung nicht erforderlich.

Dafür führen die städtischen Mitarbeiter mehrere Gründe an. Zum einen sei die Straße Im Gries bereits Teil der Tempo-30-Zone, und zwar zwischen Drachenburgstraße, Bahn, Hagenstraße, An der Nesselburg und Ellesdorferstraße. Somit bestehe auch dort die in Wohngebieten übliche Geschwindigkeitsbegrenzung.

Weiterhin sei auf dem Teilstück zwischen Antoniterstraße und der rückwärtigen Grundstückszufahrt von SGL Carbon kaum noch Schwerlastverkehr unterwegs, seit die Baumaßnahme auf dem Areal des Unternehmens beendet worden sei. Hinzu komme, dass auch das Umspannwerk und der Grünabladeplatz nur sehr selten von solchen Fahrzeugen angefahren würden.

Auch zu der Forderung der Kommunalpolitiker, einen verkehrsberuhigten Bereich zu errichten, hält die Verwaltung Antworten bereit. Um eine Straße als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen, müssten besondere Voraussetzungen erfüllt werden.

So müsse durch die bauliche Gestaltung deutlich werden, dass der Verkehr auf der betroffenen Straße nur eine untergeordnete Funktion habe und "die Aufenthalts- und Erschließungsfunktion der Straße überwiegt". Das treffe bei der Straße Im Gries nicht zu. Sie sei in der gleichen Asphaltbauweise wie die umliegenden Straßen angelegt, lediglich die Gehwege würden fehlen.

Auf der rechten Straßenseite sei gar keine Wohnbebauung vorhanden, auf der linken Seite gäbe es hinter dem Eckhaus Antoniterstraße nur noch ein Wohnhaus. Die Straße erwecke keinesfalls den Eindruck einer "Spielstraße", weshalb eine Beschilderung als verkehrsberuhigter Bereich abzulehnen sei. hjk