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Warum die Birken verschwinden: In Bad Godesberg werden 165 neue Bäume gepflanzt

Warum die Birken verschwinden : In Bad Godesberg werden 165 neue Bäume gepflanzt

In Bad Godesberg sollen bis Ende März 2020 bis zu neue 165 Bäume gepflanzt werden. Dabei setzt die Stadt vermehrt auf Sorten, die auch Hitzesommer mit wenig Regen gut überstehen.

Es waren gute Nachrichten, die Ute Odenthal-Gerhardt vom Amt für Stadtgrün am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung zu verkünden hatte. Zwischen 150 und 165 Bäume werden bis Ende März 2020 entlang der Straßen in Bad Godesberg gepflanzt. Dabei, so Odenthal-Gerhardt, setzt die Stadt vermehrt auf Sorten, die auch Hitzesommer mit wenig Regen gut überstehen.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, „dass es Baumarten gibt, die bei uns keine Zukunft haben werden“, so die städtische Mitarbeiterin. Langfristig wird man zum Beispiel keine Birken mehr entlang der Straßen sehen, auch die Baumhasel wird bald Geschichte sein. Die allerdings erhält in der kommenden Pflanzperiode noch eine letzte Chance. „Wir tun uns schwer, sie komplett verschwinden zu lassen“, so Odenthal-Gerhardt. Denn: Es seien zwar viele Baumhaseln wegen der Trockenheit kaputtgegangen. „Der größere Teil aber steht noch.“ Da sei es schade, „den alten Bestand zu durchmischen“.

Dass die Pollen gerade von Birken und Baumhaseln oftmals Allergien auslösen, ist kein Grund für ihr (langfristiges) Verschwinden. „Ich habe auch eine Birkenallergie. Aber man kann sich in der Natur nicht alles so zurechtzüchten, dass es passt“, sagte Odenthal-Gerhardt.

Was die Bewässerung angeht, setzt die Stadt auf sogenannte Gießränder. Diese wurden vor allem in der Bonner Innenstadt installiert. Und haben sich laut Odenthal-Gerhardt nicht nur in Sachen Bewässerung bewährt. Sie hätten außerdem bewiesen, dass sie vandalismussicher sind.

Wo genau die neuen Bäume entlang der Bad Godesberger Straßen gesetzt werden sollen, wollte Wolfgang Heedt (FDP) wissen, der die Verwaltung in einem Antrag aufgefordert hatte, konkrete Pläne zur Bepflanzung vorzulegen. Und Antworten erhielt.

Rüngsdorf und Villenviertel: Circa 69 Bäume werden die leeren und teilweise mit Unkraut überwucherten Baumbeete an Jahnallee, Sedan-, Wieland- und Uhlandstraße wieder befüllen. Welche Sorten genau gesetzt werden, steht noch nicht fest. „Die Maßnahme ist derzeit in Vorbereitung“, so die Verwaltung. Eine Vorlage soll das Gremium zur November-Sitzung erhalten.

Hochkreuz: 21 Bäume werden im Ortsteil Hochkreuz gesetzt, los geht es im Oktober. Die Maßnahme wird umgesetzt an der Andreas-Hermes-Straße (Säuleneiche), der Mildred-Scheel-Straße (Winterlinde), der Gotenstraße (Baumhasel), der Heinemannstraße (Siberlinde) und der Teutonenstraße (Feldahorn) sowie am Langer Grabenweg (Spitzahorn) und am Robert-Schuman-Platz (Baumhasel).

Schweinheim: Ab Oktober werden insgesamt 39 Blutpflaumen, Silberlinden, Rosskastanien, Mehlbeeren und Spitzahorn die Venner Straße und die Horionstraße sowie die Straße Burgblick verschönern. Dafür müssen einige Pflanzgruben vergrößert, Erde und Substrat ausgetauscht werden.

Heiderhof:Am Heiderhof soll es bald keine leeren Baumbeete mehr geben. Einzige Ausnahme: Wenn sie durch Baustellen blockiert werden. Dafür sorgen voraussichtlich 17 Bäume – darunter Scheinakazie, Magnolie und Hainbuche, an Goldberg-, Pappel-, Akazien-, Rotdorn- und Magnolienweg sowie entlang des Philosophen- und des Heiderhofrings. Los geht es im Januar 2020.

Muffendorf: Ebenfalls im Januar 2020 sollen 16 bis 19 Bäume sämtliche Baumbeete in Muffendorf komplettieren. Auch hier gilt die Baustellen-Einschränkung. Welche Sorten gesetzt werden, steht noch nicht fest, wohl aber, dass sie an Vaasem-, Hopmann-, Elisabeth-Mayer- und Deutschherrenstraße sowie am Pfirsichgarten stehen werden.