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Rheinviertel-Gemeinde: Indonesische Ordensfrauen in Bad Godesberg angekommen

Rheinviertel-Gemeinde : Indonesische Ordensfrauen in Bad Godesberg angekommen

Die Schwestern vom Armen Kinde Jesus kommen von einem Orden, der 1896 das heutige Clara-Fey-Gymnasium als Pensionat und höhere Mädchenschule gegründet hat.

Es waren Schwestern vom Armen Kinde Jesus, die 1896 das heutige Clara-Fey-Gymnasium als Pensionat und höhere Mädchenschule gegründet haben. Die Schule ist seit 1991 in Trägerschaft des Erzbistums, der Orden bleibt Bad Godesberg erhalten. In der katholischen Rheinviertel-Gemeinde wurde gerade eine neue Studienkommunität indonesischer Schwestern vom Armen Kinde Jesus gegründet. Die ersten zwei Ordensfrauen sind da.

„Wir freuen uns, dass die lange Tradition dieses Ordens in Bad Godesberg auf diese Weise fortgeführt wird,“ sagte Pfarrer Wolfgang Picken. Die aus Aachen stammende Ordensgemeinschaft ist seit vielen Jahren im Stadtbezirk tätig. 2007 zogen die Schwestern ins neu gegründete Kloster St. Andreas ein, doch altersbedingt war die Gemeinschaft in den vergangenen zwei Jahren nur noch mit Schwester Theodora Maria vertreten. Seit Juli wohnen die beiden indonesischen Ordensschwestern im Rüngsdorfer Kloster, Anfang 2018 soll eine dritte kommen. Die Ansiedlung geht auf die Initiative der Generalleitung des Ordens zurück.

Das Auslandsstudium soll Schwestern aus Asien für zukünftige Aufgaben in der Kongregation qualifizieren. „Die Provinz der Schwestern in Indonesien hat die meisten Mitglieder. Nach dem Rückgang von Ordensberufungen in Deutschland ist es eine kluge Entscheidung der internationalen Kongregation, rechtzeitig Schwestern aus Indonesien auf Führungsaufgaben im Orden vorzubereiten“, so Picken. Der Seelsorgebereich unterstütze diese Planungen und sehe es als Ausdruck großer Wertschätzung, dass der Orden Godesberg für seine Studienkommunität ausgewählt habe.

Die Leitung des Konvents hat Schwester Alfonsa (62). Sie trat 1976 in die Indonesische Provinz der Schwestern vom Armen Kinde Jesus ein und war bereits vor Jahren einige Zeit in Deutschland. Die Diplompädagogin wird mit ihrer Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur das Einleben der beiden jüngeren Schwestern und das Fußfassen der Gemeinschaft begleiten. Die zweite Ordensfrau ist Schwester Yulita. Die 35-jährige Diplompädagogin gehört seit 2001 zur Gemeinschaft. Sie wird gemeinsam mit der Schwester, die zum Jahresbeginn erwartet wird, zuerst Deutsch lernen und dann an einer Hochschule in der Region studieren. In Bad Godesberg sind insgesamt zwölf Ordensgemeinschaften tätig.

Die Rheinviertel-Gemeinde begrüßt die Schwestern im Festgottesdienst am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr in der Kirche St. Andreas Rüngsdorf.