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Stadt soll verschönert werden: Initiative will Kulturstandort Bad Godesberg fördern

Stadt soll verschönert werden : Initiative will Kulturstandort Bad Godesberg fördern

Die neue Initiative „Bad Godesberger Kultur & Stadt Scene“ will Impulse für die Stadtverschönerung setzen. Ein Idee ist, eine Beethovengala im Kinopolis zu organisieren.

Kultur ist überall. Nicht nur in Theatern und Galerien, Konzertsälen und Kinos, sondern auch auf Straßen, in Stadtteilzentren und der Innenstadt. Daher sollte die Kultur nicht nach dem Theaterbesuch enden, sondern sich im Stadtbild fortsetzen. Dieser Meinung ist der neuen Initiative „Bad Godesberger Kultur & Stadt Scene“ um Angela Biller und Dorle Miela-Edel. Ihre Ziele: Die Stadt durch Eigeninitiative zu verschönern und dabei möglichst viele ins Boot zu holen. Darüber hinaus, so erzählt Biller, sollen vorhandene Kultureinrichtungen aufgezeigt, vernetzt und zusammengeführt werden. „Es gibt zum Beispiel die Idee, eine Beethovengala im Kinopolis zu organisieren. Das wäre ein mögliches Cross-Over-Projekt.“ Doch das ist noch nicht alles. Der Kulturstandort Bad Godesberg soll stärker in den Fokus rücken, neue Talente, Profis oder Kulturinteressierte sollen bekannt gemacht werden – auf dem initiativeigenen Blog.

„Bad Godesberg ist eine schöne Stadt, aber einige Dinge kann man in Eigeninitiative verbessern“, sagt Biller. Das sei die Motivation der zehn Gründungsmitglieder des Fördervereins, dessen weitere Stützen die Fördermitglieder und das Kuratorium sind. Das erste Projekt wurde bereits umgesetzt: Am Samstag, 1. August, startet die digitale Ausstellung Metropolis“, die bis zum 15. September zu sehen ist. „Vier Künstlerinnen haben uns ihre Bilder zur Verfügung gestellt“, sagt Biller. Die Werke von Carola Samaca, Jutta Roth, Hetty Liebelt und Sybille Oelerse habe man an geheime Orte gebracht und dort in einem anderen Umfeld, einem anderen Kontext fotografiert.

Weitere Ideen stehen schon im Raum – oder sind schon auf den Weg gebracht. So wie die Kurzinterviewreihe, in der Bad Godesberger auf der Homepage der Initiative vorgestellt werden, in deren Leben Kunst eine Rolle spielt – egal ob beruflich oder in der Freizeit, als Laie oder als Fachmann. Erster Gesprächspartner ist Maler Enis Kurtulus. Wer jemanden kennt, der ein besonderes Talent hat oder sich künstlerisch engagiert, kann sich an die Initiative wenden, sagt Biller. Einzige Bedingung: „Sein Einsatz muss in und für Bad Godesberg sein.“

Neue Impulse setzen

Darüber hinaus möchte die Gruppe einmal pro Jahr einen Szenepreis ausloben. „Der kann an Bürgerinitiativen oder öffentliche Institute, an Vereine, Einzelhändler oder Privatleute gehen“, sagt Biller. Auch die Bad Godesberger selbst können Vorschläge machen. Egal ob jemand sein Wohnumfeld sehr sauber gehalten, Veranstaltungen organisiert oder (künstlerische) Kleinode reaktiviert hat: „Es geht darum zu schauen, wer im vergangenen Jahr besonders aufgefallen ist, wer etwas Positives für Bad Godesberg getan hat“, sagt Biller. Die Auswahl liegt dann in den Händen einer Jury.

Zudem könnte der Hubertinumshof zum Kulturtreff werden – Ausstellungen inklusive. Zum Netzwerken schwebt der Fördergesellschaft ein Scenetreff vor, das viermal im Jahr stattfinden soll. „Dazu wollen wir speziell einladen und Alt und Neu zusammenbringen“, skizziert Biller. Jugendförderung steht ebenso auf der Agenda wie die Stadtverschönerung. „Es sollte doch jeder einzelne ein Interesse daran haben, sich für seine Stadt einzusetzen und sie zu pflegen“, sagt Biller.

Eins ist dem Förderverein wichtig: Er will Impulse setzen und ergänzen, nicht kopieren. „Es gibt in Bad Godesberg jede Menge engagierte Leute, Vereine und Initiativen, mit denen wir nicht konkurrieren wollen“, betont Biller. Im Gegenteil: „Man hat in der Vergangenheit gesehen, wie viel Engagement man aktivieren kann. Wir wollen es zusammenführen.“

Weitere Informationen gibt es unter bad-godesberger-kultur-und-stadt-scene.de.