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Cityscreens in Bad Godesberg: Innenstadt-Werbung wird digital

Cityscreens in Bad Godesberg : Innenstadt-Werbung wird digital

Die Firma Ströer tauscht in Bad Godesberg ihre analogen City-Lights gegen digitale aus. Insgesamt gibt es sechs Standorte im Innenstadt-Bereich.

Aufmerksamen Passanten werden die Arbeiten in der Bad Godesberger Fußgängerzone und im Innenstadtbereich längst aufgefallen sein: An einigen Werbeflächen, die die Kölner Firma Ströer angemietet hat, finden derzeit größere Arbeiten statt. Rund um die sogenannten City-Lights sind Absperrungen aufgebaut, der Boden aufgerissen und Arbeiter entfernen mit Hilfe eines Kranes die Werbemittel. Kabel werden neu verlegt und an der Seite die zuvor herausgenommen Steine gestapelt.

Auf den Anzeigen können auch Videos gezeigt werden

„Derzeit sind sechs digitale Cityscreens in Bad Godesberg im Aufbau“, sagte Andrea Breyther von der Ströer-Unternehmenskommunikation dem GA auf Nachfrage.  Das Unternehmen Ströer, das auf die Vermarktung von Online- und Außenwerbung spezialisiert ist, modernisiert so seine Werbeplattformen in Bad Godesberg. Durch die digitale Variante können nun auch andere Werbeformen wie beispielsweise Videos gezeigt werden. Die analoge Variante bezeichnet das Unternehmen als City Light Poster, das lediglich zwei Werbeanzeigen immer im Wechsel anzeigen konnte. Laut Unternehmen stand das City Light Poster an der Ecke Alte Bahnhofstraße/Koblenzer Straße unweit eines Bäckers dort seit 2014.

In Bonn führten die Cityscreens zu Unmut

In der Bonner Innenstadt hatten die neuen Cityscreens in diesem Sommer zu Unmut geführt, weil die Politik über die neuen Standorte nicht informiert wurde (der GA berichtete). Auch in Bad Godesberg gibt es neue Standorte für die Werbeträger. Diese wurden laut des Bonner Planungsdezernats am 8. Dezember 2016 durch ein Standortkonzept beschlossen.

Das Unternehmen Ströer, das auch ein Nachrichtenportal betreibt, besitzt seit Januar 2017 erneut die exklusiven Werberechte an Straßen, Plätzen und Haltestellen in der Bundesstadt. Der Vertrag mit den Stadtwerken Bonn (SWB) läuft 15 Jahre, die SWB leiten das Konzessionsentgelt an die Stadt weiter.

Die modernen Werbeträger fallen allerdings nicht nur durch die andauernd wechselnden Werbeanzeigen auf, sondern auch als Fläche für Graffito-Sprüher oder als Klebefläche für diverse Aufkleber. Einige dieser „Tags“ sind manchmal wochenlang auf den Werbeträgern zu sehen.

„Ströer kümmert sich um die Wartung der Anlagen, sodass diese regelmäßig angefahren und kontrolliert werden“, so Andrea Breyther von Ströer. Allerdings, so erklärt sie, sei das Unternehmen dabei auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. „Auch nach möglichen Hinweisen aus der Bevölkerung können wir sehr zeitnah auf mögliche bekannte Beschädigungen der Anlagen reagieren“, so Breyther.