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Bauen in Bad Godesberg: Investor erwägt Um- oder Neubau an der Wielandstraße

Bauen in Bad Godesberg : Investor erwägt Um- oder Neubau an der Wielandstraße

Der Rat fordert 30 Prozent geförderten Wohnungsbau auf dem Gelände der ehemaligen Lastenausgleichsbank im Godesberger Villenviertel. Die Projektgesellschaft will sich nun mit der Stadt zusammensetzen.

Wie es auf dem Gelände der ehemaligen Lastenausgleichsbank an der Wielandstraße weitergeht, steht nach wie vor nicht fest. Seit mehreren Jahren wird über den Plan des Investors – einer Projektgesellschaft aus Die Wohnkompanie und Pareto – diskutiert, auf dem Areal sechs viergeschossige Baukörper plus Staffelgeschoss zu errichten.

Nachdem die Bezirksvertretung Bad Godesberg dem Ansinnen eine Absage erteilt hatte, stimmte der Rat – wie berichtet – mehrheitlich für das Projekt: Allerdings mit der Auflage, 30 Prozent geförderte Wohnungen zu integrieren. „Wir werden nun abwägen, ob wir den Altbestand umnutzen oder neu bauen“, sagte Gerd Kropmanns, Geschäftsführer von Die Wohnkompanie, am Montag auf GA-Anfrage.

Dafür müsse man sich innerhalb der Projektgesellschaft austauschen, auch mit der Stadt wolle man erneut das Gespräch suchen, „um zu überlegen, wie es weitergeht“. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Nur so viel: „Es ist schön, dass es nun einen Beschluss gibt, dass etwas geschehen ist.“ Allerdings hätte sich die Projektgesellschaft schon vor vier Jahren einen Beschluss gewünscht, so Kropmanns.

Politische Diskussion entbrannt

Wie berichtet, war eine politische Diskussion über das Vorhaben entbrannt. Lehnte der Bürger Bund Bonn das Vorhaben komplett ab, da es sich nicht in die Umgebung einfüge, bewerteten CDU und FDP die geplanten Gebäude als zu massiv. Drei statt vier Geschosse hieß die Devise, dafür Verzicht auf geförderten Wohnungsbau.

Den aber wollten SPD, Grüne, Linke, die Sozialliberalen und die AfB festschreiben – in den vier Geschossen hingegen sahen sie keine Probleme. Mehr als die Förderfähigkeit könne man nicht zusagen, hatte der Investor in der Vergangenheit betont. Soll heißen, dass diese bei Bedarf förderfähig wären, dies aber keine Voraussetzung ist. Ob die Projektgesellschaft bei diesem Standpunkt bleibt oder davon abweicht, wird sich nach den Gesprächen zeigen.