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Treff in amerikanischer Siedlung: Kein Briefkasten und zu wenige Ärzte

Treff in amerikanischer Siedlung : Kein Briefkasten und zu wenige Ärzte

Mit Spannung erwarten die Bewohner der früheren amerikanischen Siedlung die Eröffnung der neuen Ladenzeile entlang der Kennedyallee, mit der für Anfang November gerechnet wird.

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes fanden sich am Dienstag rund 30 interessierte Bürger ein, um Ideen, Gedanken und Kritik auszutauschen.

Hauptanliegen der Siedlungsbewohner bleibt die Verhinderung jeglicher Verdichtungspläne durch die Vebowag. Umfängliche Unterstützung hatte ihnen daraufhin einhellig die Bad Godesberger Kommunalpolitik gewährt. Der einstimmige Beschluss der Bezirksvertretung, die Stadt solle jedwede Veränderungen des geltenden Denkmalschutzes ausschließen, steht für den 4. September auch im Stadtrat zur Abstimmung.

"Wir hoffen, dass auch das Votum des Rates unmissverständlich ausfällt", sagte am Dienstag Plittersdorfs CDU-Chef Nikolaus Kircher. "Große Unternehmen können schon mal einen langen Atem haben", skizzierte er seine Befürchtung, vor deren Hintergrund es umso erfreulicher sei, dass sich mit viel Erfolg eine Bürgerinitiative gegründet habe, die dem gemeinsamen Anliegen Nachdruck verleihe.

Denn immerhin, so Kircher, sei die ursprüngliche amerikanische Siedlung bereits "angefressen" worden, als Kino, Geschäft, Theater, Restaurant und Tankstelle verschwanden. Dass an deren Stelle mit der Aldi-Filiale und vier bis fünf weiteren Geschäften nun wieder Einkaufsmöglichkeiten entstehen, freut die meisten Plittersdorfer. Mit einiger Skepsis blicken sie auf den zu erwartenden zusätzlichen Kundenverkehr.

Auch mehrere Defizite kamen bei dem Ortstermin zur Sprache: So gebe es in der Siedlung keinen Briefkasten, kaum Parkbänke und keinen niedergelassenen Arzt. Letzteres sei besonders bedauerlich, da der Bauträger der "Rheinauer Gärten" einst Arztpraxen in Aussicht gestellt habe.