Nach Baumsturz in Bad Godesberg Spazierweg im Klufterbachtal ist nach wie vor gesperrt

Bad Godesberg · Nachdem im Klufterbachtal Bäume auf mehrere Telefonleitungen gestürzt sind, ist der Weg nach wie vor gesperrt. Am Dienstag beginnen die Aufräumarbeiten.

Der Eingang des Klufterbachtales ist eigentlich abgesperrt, doch einige Spaziegänger lassen sich davon nicht abhalten.

Der Eingang des Klufterbachtales ist eigentlich abgesperrt, doch einige Spaziegänger lassen sich davon nicht abhalten.

Foto: privat

Kein Durchkommen war auch am Wochenende noch im Klufterbachtal. Wer von der Pfarrer-Merck-Straße zu Fuß in den Wald gehen wollte, wurde von mehreren rot-weißen Flatterbändern daran gehindert. Ein Grund allerdings war nach wie vor nicht ersichtlich.

Wie berichtet, waren an einem Spazierweg am Ende der Hochkreuzallee mehrere Bäume auf einige Leitungen gestürzt. Eine Spaziergängerin hatte das entwurzelte Gehölz am Dienstag entdeckt, das von den drei Oberleitungen aufgefangen wurde und auf diesen liegend quasi über dem Spazierweg „schwebt“, und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Seitdem ist der beliebte Spazierweg durch den Wald von beiden Seiten durch mehrere Flatterbänder gesperrt, wovon sich aber viele Spaziergänger und Jogger nicht abhalten lassen.

Die Feuerwehr hatte die betroffene Stelle sofort gesichert, konnte sie aber nicht direkt wegräumen, so Lea Hoffmann vom städtischen Presseamt. Um aber die Sicherheit zu gewährleisten, werden die Bäume am Dienstag entfernt, obwohl sich die Bäume in Privatbesitz befinden und dort die eigentliche Verantwortlichkeit liegt.

Das Areal, auf dem sich die Bäume befinden, liegt – genau wie das Gehölz – also in privatem Besitz, für den Weg aber zeichnet die Stadt verantwortlich. Heißt: Eigentlich hätte der Eigentümer die Bäume entfernen lassen müssen.

FSB: Der private Eigentümer trägt die Verantwortung

Jeder Eigentümer sei für seine Bäume und mögliche Schäden selbst verantwortlich, heißt es von der Forstbetriebsgemeinschaft Much aus Troisdorf (FSB), einem Zusammenschluss privater und kommunaler Waldbesitzer. „Jeder muss selber gucken, welche Risiken das eigene Grundstück birgt“, sagt Geschäftsführerin Heike Franz.

Sie weist gleichzeitig auf die Verkehrssicherungspflicht hin, nach der die Pflicht zur Sicherung von Gefahrenquellen entsteht. Wer dies versäumt, ist zu Schadensersatz verpflichtet. Allerdings nur dann, wenn es sich um ein vorhersehbares Ereignis handelt – wenn der Baum zum Beispiel krank gewesen ist. Ob der Fall aus dem Klufterbachtal unter diese Kategorie fällt, wird aber laut Franz „wohl nie ganz aufzuklären sein“.

Bei den betroffenen Leitungen handelt es sich übrigens um Telefonkabel der Telekom, wie ein Sprecher des Unternehmens auf GA-Anfrage mitteilte. Ob es Störungen gibt, die auf den Vorfall zurückzuführen sind, vermochte der Sprecher am Montag nicht zu sagen, stellte aber eine Antwort für die nächsten Tage in Aussicht.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort