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Kommunalwahl 2020 in Bad Godesberg: Christoph Jansen (CDU) im Porträt

Kommunalwahl 2020 : Christoph Jansen setzt sich für die City-Neugestaltung ein

Der General-Anzeiger stellt die Kandidaten aus den Stadtbezirken vor, die bei der Wahl im September antreten. Bezirksbürgermeister Christoph Jansen tritt auch für den Erhalt des Bezirksrathauses ein.

■ Der Kandidat

Christoph Jansen (CDU) ist als Bezirksbürgermeister seit gut einem Jahr der erste Mann im Stadtbezirk. Aufgewachsen in Jülich, lebt der 36-Jährige seit mittlerweile 16 Jahren in Bad Godesberg. Seit sieben Jahren steht seine Lebensgefährtin, eine Juristin, an seiner Seite. Jansen hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der George Washington University in Washington, D.C., Politikwissenschaft mit einem internationalen Schwerpunkt studiert. Seit Juni 2019 leitet er die Kommunalakademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin. Zuvor hatte er neun Jahre lang bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gearbeitet, wo er unter anderem in der Stabsstelle Unternehmensentwicklung und als Berater für das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tätig war. Neben seinem ehrenamtlichen politischen Engagement füllt er seine Freizeit mit Kultur und Sport, unter anderem als Marathonläufer. Das Amt als Bezirksbürgermeister ist für Jansen „das schönste Amt der Welt“.

■ Auf welchen Erfolg würden Sie in fünf Jahren gerne zurückblicken?

Ich möchte, dass wir in Bad Godesberg gemeinsam eine klare Vorstellung von unserer Identität als Stadtbezirk entwickeln. Für mich gehört dazu die Pflege unserer Tradition als Diplomaten- und Kurstadt, aber auch eine neue Ausrichtung als Hochschul- und Kulturstandort. Ich möchte dazu beitragen, die Kräfte derjenigen zu bündeln, die sich für Godesberg engagieren. Ein weiteres Ziel ist der Erhalt unseres Bezirksrathauses und eine Ausweitung der Dienstleistungstage bei den Bürgerdiensten auf fünf Tage pro Woche.

■ Welches sind die drei dringlichsten Themen in Bad Godesberg in der kommenden Wahlperiode?

Das dringlichste Thema ist unsere Stadthalle. Wir müssen zügig Klarheit schaffen, in welcher Form der große Saal neu gebaut werden kann und wie wir mit dem Rest des denkmalgeschützten Ensembles umgehen. Oberstes Ziel ist es, eine „zweite Beethovenhalle“ zu verhindern. Wir müssen so seriös planen, dass wir im Zeit- und Kostenplan bleiben. Ein zweites Großprojekt ist der beschlossene Neubau des Kurfürstenbades. Außerdem steht bei mir die Neugestaltung der Innenstadt auf Basis unseres Leitbildes oben auf der Agenda.

■ Wie wollen Sie den Godesberger Themen in Bonn Gehör verschaffen?

Seit ich im letzten Jahr Bezirksbürgermeister geworden bin, ist es gelungen, zu drei ganz wichtigen Themen, nämlich dem Kurfürstenbad, der Stadthalle und einer möglichen Hochschulansiedlung, jeweils fraktionsübergreifende Beschlüsse mit sehr großer Mehrheit in der Bezirksvertretung zu fassen, und dann auch im Bonner Stadtrat durchzusetzen. Eine solche „Godesberger Koalition“ möchte ich auch zukünftig anführen. Mit sechs Jahren Mitgliedschaft im Bonner Stadtrat, die ich gerne fortführen möchte, bringe ich die nötige Erfahrung mit, Bad Godesberger Interessen dort kraftvoll zu vertreten.