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Konzert: Konrad Beikircher lud auf den Katharinenhof ein

Konzert : Konrad Beikircher lud auf den Katharinenhof ein

Das Publikum war begeistert, der Künstler sehr aufgeregt: "Es ist ein exklusiver Abend", erzählte Konrad Beikircher in der Pause. "Ich hatte Lampenfieber ohne Ende, zu Hause zu spielen."

Zu einem Konzert bei sich Zuhause hatte der Kabarettist, Autor, Musiker, Psychologe und Koch Konrad Beikircher am Pfingstsamstag eingeladen. Zur ausverkauften "Italienischen Nacht" auf dem Katharinenhof wurde Beikircher von seiner dreiköpfigen Band begleitet. Das Publikum war begeistert, der Künstler sehr aufgeregt: "Es ist ein exklusiver Abend", erzählte Konrad Beikircher in der Pause. "Ich hatte Lampenfieber ohne Ende, zu Hause zu spielen."

Die Musik der 50er und 60er Jahre des italienischen Barden Adriano Celentano liegt Beikircher besonders am Herzen. Celentanos Musik und vor allem seine Texte, die Beikircher meist charmant übersetzte, bestimmten die musikalische Stimmung an diesem Abend. Viele Lieder Celentanos, deren Inhalte sich rund um "Amore" drehen, sang er mal gefühlvoll, dann eher leidenschaftlich bis rockig, raubeinig im Rock?n?Roll-Stil. Konrad Beikircher begleitete sich selbst mit der Gitarre. In seiner Band spielten Martin Wagner stimmungsvoll Akkordeon, Hans Höhn Kontrabaß und Matthias Raue Mandoline und Geige. Die Musiker waren mit glänzend silbernen Schuhen ausgestattet. "Lichtblitze, ab und an auf den silbernen Schuhen zu sehen, könnten charmant romantisch den Zauber des Augenblicks symbolisierten", meinte Beikircher augenzwinkernd.

Das Publikum, das sehr zahlreich erschienen war, saß bis dicht an den Rand des Innenhofes, in dem das Konzert stattfand und genoss die italienischen Lieder. Außer von Adriano Celentano gab es Stücke von Fred Buscaglione, Domenico Modugno oder Lyrisches von Paolo Conte zu hören. Viele Konzertbesucher sangen streckenweise mit, und das gar nicht so schlecht.

"Vor allem Adriano Celentano singt Lieder, die meine ersten Mädcheneroberungen begleitet haben", erzählte Beikircher, der seine Schulzeit in Bozen verbrachte, bevor er später in Bonn studierte. "Celentano hatte für alle Gefühle, die ich damals hatte, die richtigen Worte". Mit dem von ihm selbst geschriebenen Stück "Notti", setzte Beikircher die Erlebnisse aus der Jugendzeit schließlich ganz persönlich um.

Eine tolle Atmosphäre herrschte in der lauen Sommernacht auf dem Katharinenhof, einem rheinischen Fachwerkhof, inmitten eines 55 000 Quadratmeter großen Grundstücks. Ein Mix aus italienischem Flair, rheinischem Fachwerk und grüner Eifellandschaft mit hohen Bäumen rund um frisch gemähte Wiesen - ein optimaler Ort für Kunstschaffende. So wird dort auch alle zwei Jahre ein rheinischer Kunstpreis für Außenskulptur ausgeschrieben.