1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Sommerkunstmarkt des Kunstvereins Bad Godesberg: Kreative Vielfalt zum Mitnehmen

Sommerkunstmarkt des Kunstvereins Bad Godesberg : Kreative Vielfalt zum Mitnehmen

Malerei, Collagen, Druckgrafik, Fotografie, Schmuck und Objekte - all das bot der Kunstverein Bad Godesberg am Sonntag auf seinem alljährlichen Sommerkunstmarkt zum Verkauf an.

Unter freiem Himmel rund um das Glaskarree in der Burgstraße 85 stellten 22 Künstler aus dem Verein und von außerhalb ihre Werke aus. Gleichzeitig konnte im Karree die aktuelle Ausstellung "eggs and points" der Künstlerinnen Nortrud Becher-König und Inna Rust besichtigt werden.

Wer auf der Suche nach Möglichkeiten war, seinen Garten zu verschönern, war bei Erika Frost-Hensel richtig. Sie bot bemalte Blumentöpfe und Zinktaschen an, die sich ideal als neues Zuhause für Balkonpflanzen eigneten. Ihr Stand spiegelte gleichzeitig ihre künstlerische Entwicklung wider: Waren früher noch Pflanzenmotive ihr Hauptfokus, so ist sie mittlerweile in der experimentellen Malerei angekommen. Ihre Bilder bestanden aus bemalter Seide, mit Salz und Zucker bearbeitet und mit Acryl- und Ölfarben übermalt, aus Acrylresten, waren durch die Seidenfaden- und Schütttechnik entstanden, aus- und umgemalt. Zusammen mit der befreundeten Künstlerin Barbara Ebach-Lesch gestaltet sie die Ausstellung "Zeich - Mal - Lebens(t)räume", zu sehen ab dem 4. September im Glaskarree. Gegenüber stellte Jutta Roth großflächige Porträts von Frauen aus. Die Gesichter hatte sie in Zeitschriften gefunden. Keine der Frauen hatte ein typisches Modelgesicht, alle zeichnen sich laut der Künstlerin durch "Makel, Strukturen, Lebensspuren" aus.

Nebenan präsentiere Larissa Laë ungewöhnlichen Schmuck. Normalerweise gestaltet sie große Skulpturen, für den Kunstmarkt hat sie diese in Miniaturversionen verwandelt. Am Ende des aufwendigen Entstehungsprozesses verziert die Künstlerin die Miniskulpturen mit buntem Papier und Blattgold. Die erstaunlich leichten Gebilde kann man um den Hals tragen - oder sich an die Wand hängen.

Auch Organisatorin Gitta Büsch stellte ihre Kunst aus. Mensch und Tier bilden das Zentrum ihrer Arbeit. Neben Radierungen und Gemälden bot sie kleine aus Ton gefertigte und mit Magneten versehene Tiger und Löwen an - inspiriert von ihrem hauseigenen Stubentiger.