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Planung für Veranstaltungsreihe „Unter der Zeder“ geht weiter: Künstler suchen Weg aus der Sackgasse

Planung für Veranstaltungsreihe „Unter der Zeder“ geht weiter : Künstler suchen Weg aus der Sackgasse

Ob Musiker oder die Situation im Kleinen Theater Bad Godesberg: Aus Sicht der Organisatoren des „Kunst und Kultur Vereins“ sei die Lage für Kulturschaffende angespannt. Ihre Hoffnung setzen sie auf die Veranstaltungsreihe „Unter der Zeder“ in diesem Sommer.

Der Bad Godesberger „Kunst und Kultur Verein“ (KuKuG) plant weiterhin für diesen Sommer mit der Veranstaltungsreihe „Unter der Zeder“. Das teilt Sabine Köhne-Kayser auf Nachfrage mit. Den Freiluft-Konzerten, mit denen Kulturschaffende unterstützt werden sollen, könnte dennoch jederzeit die Absage drohen, so die Vize-Vorsitzende.

„Bei allen Open-Air-Veranstaltungen gibt es Fragezeichen, wie es im Sommer weitergehen soll“, sagt Köhne-Kayser, die von einer Perspektivlosigkeit spricht. „Gerade für den Kunst- und Kulturbereich gibt es überhaupt keine klaren Aussagen.“ Eigentlich wolle der KuKuG Künstlern helfen – wegen derzeitiger Bestimmungen sei man aber in einer Sackgasse. „Den Künstlern geht es sehr schlecht, die ringen um ihre Auftritte“, sagt Köhne-Kayser. „Ich kann die Politik einerseits verstehen, aber andererseits muss man den Menschen auch ein wenig Hoffnung geben.“

Der Plan: 120 Zuschauer pro Konzert im Sommer

Für die Veranstaltungsreihe „Musik unter der Zeder“ sind derzeit sechs Konzerte geplant, die im Zeitraum vom 5. Juli bis 9. August immer montags ab 19.30 Uhr stattfinden sollen. Auf der Wiese vor dem Kleinen Theater Bad Godesberg treten nach jetzigen Stand die Gruppen Brazil Jazz & Latin Grooves – Astatine & Uwe feat. Michael Heupel, Cool Paxx, Marion & Sobo Band, The Seven Sins und Live in Europe from the British Isles auf. 120 Zuschauer sollen pro Konzert möglich sein, sagt Köhne-Kayser. „Wir stehen diesjährig nicht unter der Zeder und haben daher ausreichend Platz.“ Neben der Maskenpflicht für Gäste würden zudem höchstwahrscheinlich auch Impfnachweise oder Schnelltests erforderlich sein.

Der Ticketverkauf werde über die Internetseite Evenbrite.de organisiert und sollen bald freigeschaltet werden. „Interessierte können dort ihre Karten reservieren, die dann an der Abendkasse des jeweiligen Konzerts verkauft werden.“ Der Reinerlös gehe wieder komplett an die Künstler und das Kleine Theater.

Die Absage droht jederzeit

Verschieben könne man die Konzerte aber nicht, sagt Köhne-Kayser. „Weil wir eng getaktet sind und danach das kurfürstliche Beethovenfest planen.“ Alle Musiker wüssten daher, dass ihnen jederzeit abgesagt werden könne. Dennoch sei man guter Dinge: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Anders sieht es beim Kleinen Theater aus, wie Köhne-Kayser berichtet. „Seit mehr als 230 Tagen ist das Kleine Theater nun schon geschlossen, keine Auftritte, keine Einnahmen, keine Aussicht auf Öffnung.“ Nun seien die Abonnenten aufgefordert, mit der Spielstätte in Kontakt zu treten. Der Dialog soll am Freitag, 16. April, um 19 Uhr über den Videodienst Zoom geführt werden. Unter dem Leitthema „Kleine Theater: Lockdown oder Knockdown?“, teilt Frank Oppermann (Vorstand) mit und verweist auf die „schwerste Zeit, seit Bestehen des Kleinen Theaters.“

Der neue Förderverein „Freunde und Förderer des Kleinen Theaters e.V.“ wolle mit diesem Format auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Einrichtung, seiner Mitarbeiter sowie der Schauspieler aufmerksam machen und zur Unterstützung aufrufen, so die Veranstalter. Weitere Informationen für die Teilnahme an dem Gespräch stehen auf der Internetseite des Kleinen Theaters: https://kleinestheater.eu/.