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Gewerbegebiet Weststraße: Kulturverein modifiziert Moscheepläne

Gewerbegebiet Weststraße : Kulturverein modifiziert Moscheepläne

Laut Oberbürgermeister sind die Planungen für die Moscheepläne so genehmigungsfähig. Die Stadt Bonn hat am Abend Gewerbetreibende in Bad Godesberg informiert.

Der marokkanische Kulturverein hat seine Pläne modifiziert, im Gewerbegebiet Godesberg-Nord an der Weststraße eine Moschee samt Kulturzentrum zu installieren. Das wurde am Dienstagabend bei einer Veranstaltung deutlich, zu der die Stadt die Gewerbetreibenden eingeladen hatte.

Wie Architekt Jan van Dorp erläuterte, sollen auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände ein Gebetsraum, in dem Platz für maximal 350 Gläubige ist, sowie Büros, ein Schulungs- und ein Veranstaltungsraum gebaut werden. Hochzeiten und große Feste fänden dort nicht statt, betonte van Dorp. Um mehr Parkplätze als bisher einzurichten, soll ein Gebäude abgerissen werden. Dann wird es auf dem Gelände insgesamt 42 Parkplätze geben.

Diese Planung sein genehmigungsfähig, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Bislang aber sei keine Baugenehmigung beantragt worden, es gebe lediglich eine Bauvoranfrage. Wie berichtet hatten Gewerbetreibende die Pläne massiv kritisiert. Sie befürchten einen Verkehrskollaps und steigenden Parkdruck. Außerdem fühlten sie verschaukelt, da es aus dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Bonn hieß, dass es bereits einen Kaufvertrag gebe.

Damit habe sich jegliche Diskussion ja bereits erledigt, meinten einige Gewerbetreibende am Abend. Stimmt nicht, so Bernd Nottbeck, Justiziar der Stadtwerke. „Es gibt nur den Aufsichtsratsbeschluss, dass an den Kulturverein verkauft wird, wenn eine Baugenehmigung vorliegt.“ Einen Kaufvertrag gebe es definitiv nicht. Wem er nun glauben solle, wisse er nicht, sagte ein Gewerbetreibender. „Ich glaube nicht, dass die Diskussion ergebnisoffen geführt wird. Ich fühle mich dennoch verschaukelt.“