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Landessportbund unterstützt Vereine in Bonn und Wachtberg

Godesberger und Wachtberger Vereine erhalten Fördergelder vom Landessportbund : 30.000 Euro für den Kanu-Club

Zahlreiche Godesberger und Wachtberger Vereine erhalten Fördergelder vom Landessportbund. So darf sich der Godesberger Kanu-Club über einen Zuschuss von 30 000 Euro freuen.

Der Geldsegen entlastet die Vereinskasse des Godesberger Kanu-Clubs enorm: Mehr als 30 000 Euro bekommen die Wassersportler aus dem Landesprojekt „Moderne Sportstätte 2022“ für die Sanierung ihres Vereinsheims.

Im vergangenen Jahr hatte der Landessportbund Nordrhein-Westfalen Förderanträge mit einem Gesamtumfang von landesweit 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ein Finanzierungsanschub, von dem auch andere Sportvereine in Bad Godesberg und Wachtberg profitieren (siehe Kasten).

Ehrenamtler stemmen Eigenleistung

Für den Kanu-Club war es nicht ganz einfach, an das Geld zu gelangen. Vereinsmitglied Michael Kolbitsch fuchste sich hinein in das Thema und besuchte Informationsveranstaltungen zu den Förderbedingungen des Landessportbundes, betonte der zweite Clubvorsitzende Arnd Winnesberg. „Wir haben lange überlegt, welche Maßnahme in das Förderprojekt passt und wie viel Eigenleistung wir stemmen können“, beschrieb Winnesberg weiter.

Schließlich fiel die Entscheidung zugunsten einer energetischen Sanierung des rund 80 Quadratmeter großen Anbaudachs und dem Kauf einer langlebigen Inneneinrichtung für insgesamt 40 690 Euro. „Die Dachsanierung wäre in absehbarer Zeit ohnehin auf uns zugekommen“, erklärte Winnesberg.

Die Inneneinrichtung habe der Verein seinerzeit gebraucht übernommen. „Die alte stammt aus einer Bonner Behörde und sollte vor etwa 20 Jahren verschrottet werden“, sagte das Vorstandsmitglied. Einige Möbelstücke  seien schon an mehreren Stellen mit Schrauben und Nägeln repariert worden.

Dachsanierung und bessere Dämmung

Insgesamt 27.000 Euro wird wohl die Dachsanierung samt Einbau einer besseren Dämmung durch einen lokalen Dachdecker kosten. „Der Rest ist für die Inneneinrichtung. Auch gute Tische und Stühle haben ihren Preis“, sagte der zweite Vorsitzende.

Von diesen Investitionen verspricht sich der Verein auch eine angenehmere Atmosphäre bei Zusammenkünften und Feiern, die im Vereinsleben eine nicht unwesentliche Rolle spielten. „Wir rechnen auch mit einer Einsparung bei den Heizkosten durch die bessere Dachdämmung“, sagte Winnesberg.

Die Fördervoraussetzungen jedenfalls sind bei diesen Eingriffen erfüllt: Das Vereinsheim ist Eigentum des Clubs. Auch solche Vereine, die Miete oder eine Pacht für ihre Liegenschaften zahlen, dürfen grundsätzlich Anträge für den 300-Millionen-Euro-Topf stellen. Die Förderquote liegt je nach Projekt zwischen 50 und 90 Prozent der Gesamtkosten. „Am Schluss sind es 75 Prozent geworden, die gefördert werden“, so Winnesberg.

Aufträge sollen nach den Corona-Maßnahmen erteilt werden

Mit dem eingesparten Geld wollen die Sportler weitere Projekte zugunsten des Vereins mit rund 140 Mitgliedern in Angriff nehmen. Wofür genau es verwendet werden soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Entschieden ist jedoch: „Sobald die Corona-Maßnahmen das zulassen, wollen wir die Aufträge erteilen“, sagte Winnesberg. Bis Mitte 2021 soll die Sanierung abgeschlossen sein.