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Unfall in Bad Godesberg: Lkw fährt sich an Unterführung an der Rheinallee fest

Unfall in Bad Godesberg : Lkw fährt sich an Unterführung an der Rheinallee fest

Ein Lastwagen ist am Montagmorgen an der Unterführung der Rheinallee in Bad Godesberg hängengeblieben. Der Lkw wurde erheblich beschädigt, die Fahrbahn war für mehrere Stunden gesperrt.

Ein Lastwagen hat sich am Montagmorgen zur Berufsverkehrszeit in Bad Godesberg festgefahren. Der Aufbau des Lastwagens blieb in der Bahnunterführung an der Rheinallee stecken. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Der Unfallort blieb knapp drei Stunden gesperrt.

„Gegen 7.30 Uhr wurde die Leitstelle über den festgefahrenen Lastwagen in der Unterführung der Rheinallee informiert“, sagte Michael Beyer, Sprecher der Polizei Bonn. Daraufhin sperrten die Einsatzkräfte den Unfallort mit zwei Polizeifahrzeugen vollständig ab. Meist sei es Unachtsamkeit, die dazu führt, dass ein Lastwagen im Brückenbogen stecken bleibt, so Beyer. Laut Besitzer des Lastwagens, der anonym bleiben möchte, war es wohl Unachtsamkeit kombiniert mit Pech.

Schaden beträgt rund 10 000 Euro

Der Brückenbogen, über dem Gleise der Deutschen Bahn verlaufen, ist laut Beschilderung für Fahrzeuge bis zu einer Höhe von drei Metern durchlässig. Der Lastwagen mit festem Aufbau sei nach Vermutung des Eigentümers  aber rund 3,50 Meter hoch. Besitzer und Fahrer sind davon ausgegangen, dass das Fahrzeug in der Mitte der Unterführung durch gepasst hätte. Der Fahrer selbst schwieg zum Unfallhergang. Allerdings sei dem Mann ein Bus entgegengekommen. Deshalb hatte der Fahrer den Wagen in die Innenseite der Kurve gelenkt. Dorthin, wo der Brückenbogen nicht mehr genug Platz ließ.

Der Aufprall riss den rechten Teil des Fahrzeugaufbaus vollständig aus dem Rahmen. Auf der linken Seite hing die Aufbauseite nur noch an wenigen Schrauben. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 10.000 Euro. Um Folgeunfälle durch herabstürzende Teile des Lastwagens zu verhindern, war die gegenüberliegende Fahrbahn ebenfalls gesperrt worden. Nach dem Abtransport des Lastwagens und der großen Trümmerteile konnte die Strecke um 10:21 Uhr wieder freigegeben werden. Diese Art Unfall gehört laut Beyer zu den Bagatellunfällen. Deshalb sei eine Auskunft darüber, ob es an dieser Stelle oder im Stadtgebiet vermehrt zu derartigen Unfällen kommt, laut Polizei nicht möglich.

Weil die Brücke Gleiskörper der Deutschen Bahn trägt, forderte die zuständige Bundespolizei um 8:39 Uhr zusätzlich einen Techniker an, um die Brückenkonstruktion zu überprüfen. Eine Sprecherin der Bahn bestätigte, dass keinerlei Schäden an der Brücke entstanden sind, die die Sicherheit beeinträchtigen. Auch durch die Überprüfung sei es nicht zu Verzögerungen im Bahnverkehr gekommen. Die Buslinien der Stadtwerke wurden für die Zeit der Sperrung umgeleitet. Die Haltestelle Löbestraße konnte bis etwa 10:20 Uhr nicht bedient werden.