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Nachfolge von Daniel Kirchmann: Maria Bennemann ist die neue Kirchenmusikerin fürs Rheinviertel

Nachfolge von Daniel Kirchmann : Maria Bennemann ist die neue Kirchenmusikerin fürs Rheinviertel

Die 52-jährige Maria Bennemann tritt für die Katholische Kirche am 1. April die Nachfolge von Daniel Kirchmann im Rheinviertel an. Die erfahrene Musikerin war bislang unter anderem in Wuppertal, Velbert und in Solingen tätig.

Das katholische Rheinviertel kann sich im April auf eine neue Kirchenmusikerin freuen: Aus Köln-Longerich wechselt mit der dortigen Seelsorgebereichsleiterin Maria Bennemann eine erfahrene Musikerin und Musikpädagogin nach Bad Godesberg.

Sie tritt damit die Nachfolge von Daniel Kirchmann an, der von 2013 bis 2019 im Rheinviertel mehrere Chöre und Ensembles aufbaute und nun Chordirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin ist.

Aufbaustudium mit Orgel-Konzertexamen in Hamburg

Maria Bennemann, 52, war seit 2015 in Köln-Longerich und -Lindweiler. Studiert hat sie katholische Kirchenmusik in Lübeck. Sie schloss mit der Diplomprüfung-B ab. Das Aufbaustudium zum Kirchenmusik-A-Schein absolvierte sie an der Folkwanghochschule Essen. 1996 bis 1998 setzte sie ein Aufbaustudium mit Orgel-Konzertexamen in Hamburg drauf.

Bennemann erhielt 1992 den Förderpreis der Stadt Goslar für „ausgezeichnete Fähigkeiten auf dem Gebiet der Musik“. 1994 bis 1997 arbeitete sie als Kantorin in Mettmann, dann bis 2005 in Erkrath. Danach war sie als Musikpädagogin tätig, gab Konzerte an Klavier, Orgel und als Solosängerin.

Sie leitete Nachwuchschöre in Wuppertal, in Velbert die Kantorei und Vocalensembles, und sie lehrte an der Musikschule Solingen. 2019 gründete sie den gemeinnützigen Verein SingPauseKoeln.

Bereits Kontakte zum Kirchenchor St. Andreas/Herz-Jesu geknüpft

In Bad Godesberg hat Bennemann vor ihrem Antritt nun schon Kontakte zum Kirchenchor St.Andreas/Herz-Jesu geknüpft. Zunächst stünden in Zusammenarbeit mit dem nebenamtlichen C-Musiker die Chorarbeit und die Organistendienste für fünf Kirchorte an, sagt die 52-Jährige zu ihren kommenden Aufgaben. Schwerpunkte ihrer A-Musiker-Stelle werden aber auch Konzerte sein. „Alles andere wird sich erst nach und nach entfalten.“

Sie freue sich besonders auf die immer noch neue Orgel in Herz Jesu, für die sie schon erste Pläne einer Konzertreihe schmiede, erläutert Bennemann. Dazu erwarte sie mit Spannung, mit welch hohem Potential an guten Sängern sie in Godesberg arbeiten könne.

Attraktive Angebote für Menschen jedes Alters

„Meine Vision ist es, gerade im Chorbereich attraktive Angebote für Menschen jeden Alters zu machen“, sagt sie. Und zwar von der Früherziehung über eine gute Singschularbeit, Jugend- und Erwachsenenchöre bis hin zu Angeboten im Seniorenbereich mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. „Mir ist wichtig, zu schauen, was vorhanden ist, was gewünscht ist und wie ich die Kirchenmusik im Rheinviertel anhand der Menschen angepasst entwickeln kann.“

„Kirchenmusik kann Menschen jeden Alters abholen“

Kirchenmusik, wenn sie mit allen Facetten betrieben werde, „und damit meine ich selbstverständlich auch das neue geistliche Lied“, könne Menschen jeden Alters „abholen“, sagt Bennemann. „Sie kann den Glauben auf andere, womöglich tiefergehende Art und Weise vermitteln, als Worte es können. Manchmal fürchte sie, dass Gottesdienste überfrachtet seien mit wortreichen Inhalten. „In der Musik dagegen können wir den Gläubigen Zeit zur Reflexion des Gehörten geben.“

Sie persönlich finde es wertvoller, ein Wort aus einem Gottesdienst mitzunehmen, das einen wirklich berühre, als das gesamte Heilsgeschehen anzuhören, ohne dass es eine Anbindung an die persönliche Welt habe.