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Sachbeschädigung an Autos: Mehlemer kritisiert die Polizei

Sachbeschädigung an Autos : Mehlemer kritisiert die Polizei

Was sein Auto – oder besser gesagt: die Seitenspiegel seines Wagens – angeht, ist ein Mehlemer ein gebranntes Kind. Er beklagt nun das Desinteresse der Polizei an dem Fall.

Dreimal haben Unbekannte im vergangenen Jahr an circa 20 Fahrzeugen in der Straße Im Meisengarten die Spiegel abgetreten, dreimal wurde Anzeige erstattet. Das Verfahren wurde nach seinen Angaben eingestellt, weil kein Täter ermittelt werden könnte, doch jetzt zeigte sich ein Hoffnungsschimmer: Die Verurteilung des 23-Jährigen, der sich im Mai 2011 an 19 Autos die Seitenspiegel abgetreten hatte und an der Rheinallee festgenommen worden war.

„Der Tatzeitraum passte, die Rheinallee ist nicht weit von Mehlem weg“, so der Bürger, der sich deswegen gestern mit der Polizei in Verbindung setzte. Auf Hilfe wartete er allerdings zunächst vergeblich. „Lethargie ist noch freundlich ausgedrückt. Das Interesse tendierte gegen Null.“

Doch das sei noch nicht alles gewesen. Auf seinen Hinweis, dass die Taten doch zusammenhängen könnten, habe der Beamte geantwortet, dass das stimmen könnte, die Frage aber sei, wie das bewiesen werden sollte. „Dann hat er vorgeschlagen, er könnte ja mal den Täter fragen“, sagt der Mehlemer, der sich letztlich nicht ernst genommen fühlt.

Das soll sich nun ändern: „Der Beschwerdeführer hat sich mit mir in Verbindung gesetzt“, sagt Polizeisprecher Harry Kolbe. „Wir haben ein klärendes Gespräch geführt und werden natürlich seine Hinweise zu den Sachbeschädigungen an die zuständige Sachbearbeitung weiter leiten, um gegebenenfalls Tatzusammenhänge zu klären.“ Mit dem Mehlemer werde noch mal gesprochen.