1. Bonn
  2. Bad Godesberg

„Mein Lokal, Dein Lokal“ aus Bonn: Godesbergerin kocht auf Kabel eins

Godesbergerin kocht auf Kabel eins : Bonner Woche bei „Mein Lokal, Dein Lokal“

In dieser Woche ist die Kabel-eins-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ zu Gast in Bonn. Martina Kuhnert hat mit ihrer „Deutschlandreise“ teilgenommen. Die Folge wird an diesem Dienstag gesendet. Ende der Woche zeigt sich dann, ob sie um 3000 Euro reicher ist.

Am Dienstag bleibt bei Martina Kuhnert die dienstliche Küche kalt. Denn ab 17.55 Uhr wird sich die Inhaberin und Köchin des Restaurants „Deutschlandreise“ selbst im TV zuschauen. Sie ist Teilnehmerin des Formats „Mein Lokal, Dein Lokal“ auf Kabel eins, bei dem eine Woche lang fünf Köche oder Restaurantbesitzer gegeneinander antreten und sich bewerten. Zudem mischt TV-Koch Mike Süsser mit, mal in Form von guten Tipps, mal mit kleinen Sticheleien.

Diesmal ist Bonner Woche, wobei der Sender das Stadtgebiet großzügig auslegt. Los ging es am Montag mit dem spanischen Restaurant „Tio Pepe“ von  Farid Mardani in der Brüdergasse, an diesem Dienstag folgt Kuhnert, am Mittwoch sehen die Zuschauer Jens Böhlitz, Geschäftsführer des „Sinnfony“ an der Hauptstraße in Oberwinter bei der Arbeit zu. Den Wochenausklang bestreiten am Donnerstag Jens Pfannkuch mit seinem  „Stellwerk“ an der Bahnhofstraße in Meckenheim und am Freitag Felix Heyne mit dem „Bierthe“ an der Taubengasse in Troisdorf.

Die Dreharbeiten dauerten von 9 Uhr bis 1 Uhr nachts

Die Produktionsfirma habe sich im Sommer bei ihr gemeldet und gefragt, ob sie Lust habe, mitzumachen, erzählt die Godesbergerin Kuhnert auf Anfrage. Die Dreharbeiten waren Mitte August. „Insofern habe ich natürlich etwas Pech, dass es nun im Lockdown ausgestrahlt wird“, sagt die 57-Jährige. Denn natürlich habe sie sich auch neue Kundschaft von der Teilnahme erhofft. „Die Macher suchen stets Restaurants mit einem besonderen Konzept“, beschreibt es Kuhnert.

Und in der Tat sind in ihrem Lokal – außerhalb von Corona und abwaschbaren Karten  – schon die Speisekarten besonders. „Wir haben Spielpläne der Deutschlandreise“, so die Inhaberin des Lokals in den Bachhöfen an der Paul-Kemp-Straße. Ihr Konzept: „Wir kochen selbst, traditionell, regional, ehrliche deutsche Küche, ohne Firlefanz und Crossover, dafür mit heimischen Zutaten direkt vom Produzenten.“

Sie musste vier Drei-Gänge-Menüs kochen

Für die vier Konkurrenten musste sie jeweils ein eigenes Drei-Gänge-Menü zaubern. „Man soll nicht das einzelne Gericht vergleichen können“, so die Köchin Kuhnert. Probieren beim anderen war aber erlaubt. Sie kredenzte unter anderem Wasserbüffelragout mit Fleisch aus Mecklenburg-Vorpommern, ihren Klassiker Grünkernbratling, Frikadellen und blaue Bratkartoffeln mit Spezial-Bratwürsten. Wie kamen ihre Speisen an? „Ich weiß tatsächlich nicht, wer mir wie viele Punkte gegeben hat“, erzählt Kuhnert.

Zehn Punkte können es maximal pro Kollege sein. Wenn alle Gastgeber ihr Bestes gegeben haben, darf TV-Koch Stüsser seine zehn Punkte verteilen. „Ich erfahre also erst am Dienstag, wie meine Konkurrenten mich gesehen haben“, ist sie ein bisschen nervös. Auch, weil sie nicht weiß, wie der Sender alles zusammengeschnitten hat, wie sie also „rüberkommt“. Was im Fernsehen nach einem gemütlichen Abend aussieht, war für Kuhnert purer Stress. „Die Dreharbeiten haben von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts gedauert, eine Woche vorher war Mike Stüsser schon zum Probeessen da“, so die Gastronomin. Danach war sie „fix und fertig“.

Im Lockdown gibt es Essen-to-go

Was sie allerdings sechs Wochen später erfahren hat: Zu gewinnen gab es den „goldenen Teller“ und neben einer garantierten Aufwandsentschädigung noch 3000 Euro. Ob sie gewonnen hat? „Verrate ich nicht“, sagt sie verschmitzt.

Seit November ist auch ihr Restaurant wieder im Lockdown. Sie bietet aber dienstags bis sonntags wie so viele andere Lokale Gerichte zum Mitnehmen an. „Weil wir so klein sind, stehen wir finanziell noch nicht mit dem Rücken zur Wand. Es fehlten aber die Stammgäste und eben der Alltag. Gedreht wurde unter Corona-Regeln, da es sich um eine feste Gruppe handelte, jedoch ohne Mundschutz. Zu sehen sind deshalb auch die schönen Speisekarten, die jetzt aber in der Schublade bleiben müssen.

Die Folge mit Martina Kuhnert läuft an diesem Dienstag, 10. November, ab 17.55 Uhr auf Kabel eins.