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Bonner Musikschüler: Mit Herz und Können bei der guten Sache

Bonner Musikschüler : Mit Herz und Können bei der guten Sache

Bereits zum neunten Mal haben am Sonntag Schüler der Musikschule der Beethovenstadt Bonn ein Neujahrskonzert im Hospiz am Waldkrankenhaus gegeben. Etwa 40 Patienten, Angehörige und Musikfreunde hatten sich im Wintergarten versammelt, um den jungen Musikern zu lauschen.

Lehrer Markus Krebel erklärt die Idee hinter der Veranstaltung: Einerseits wolle man den Patienten eine Freude machen, andererseits wolle man Außenstehende ins Hospiz einladen, um ihnen die Angst davor zu nehmen. Deswegen sei das Konzert jedes Jahr kostenlos und der Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus biete sich für die Schüler hier eine gute Gelegenheit, um das Spielen vor größerem Publikum zu üben. Krebel hofft auch, durch die Aktion "die soziale Ader" in seinen Schülern zu wecken. "Sie haben alle sehr bereitwillig hier gespielt. Das Spielen selbst ist da eher nebensächlich", sagt er.

Der Jüngste an diesem Abend war der sechsjährige Philip Kuhn, der trotz des großen Publikums gelassen "Lasst uns froh und munter sein" am Klavier vorspielte. Seine Kolleginnen Ricarda Beck (Flöte) und Katharina Moser (Cembalo) spielten Stücke von Frescobaldi und Mancini. Für sie war das Vorspiel gleichzeitig eine Probe für den Wettbewerb "Jugend musiziert", an dem sie bald teilnehmen werden.