Robert-Koch-Grundschule Mit Sprache spielen

PENNENFELD · "Mit Sprache zu spielen, das ist mein Anliegen", sagte Oliver Steller gestern Vormittag kurz vor seinem Auftritt in der Turnhalle der Robert-Koch-Grundschule. Wenige Minuten später hatte er die Kinderherzen (und die mancher Erwachsener) nach den ersten Beats im Handumdrehen erobert.

 Spiel mit Sprache: Oliver Steller (Mitte) und Thomas Diemer begeistern die Mädchen und Jungen in der Robert-Koch-Schule.

Spiel mit Sprache: Oliver Steller (Mitte) und Thomas Diemer begeistern die Mädchen und Jungen in der Robert-Koch-Schule.

Foto: Ronald Friese

Kein Wunder, der gebürtiger Bonner und ehemalige Päda-Schüler, ist seit 40 Jahren im Musikgeschäft, seit 20 Jahren ist er zudem noch als Rezitator unterwegs, so wie erst kürzlich an seiner alten Schule mit seinem Morgenstern-Programm.

Gestern allerdings standen die Kinder im Mittelpunkt. Mit Thomas Diemer am Steh-Schlagzeug "Fridolin" präsentierte Steller an seiner Gitarre "Frieda" Lieder, Geschichten und Zaubereien. Unter anderem mit der Ballade vom "Erlkönig" von Johann Wolfgang Goethe brachte der in der Nähe von Köln lebende Künstler dem Nachwuchs Traditionelles wie Lyrik näher - und das auf humorvolle Art und Weise. "Reim und Versmaß stehen bei mir nicht im Vordergrund, sondern die Geschichten. Die Mädchen und Jungen sollen mit einem Gefühl hier rausgehen, dass es Spaß gemacht hat. Und: Wenn die Kinder das nächste Mal ein Gedicht hören, sollte ein grünes Lämpchen bei ihnen leuchten", sagte Steller schmunzelnd.

"Er macht das einfach auf eine tolle Art und Weise", meinte Schulleiterin Brigitte Fuchs, die Steller bereits zum zweiten Mal in ihrer Schule begrüßte. Nach Stellers letztem Auftritt vor zwei Jahren, wünschte sich die Schulleitung einen weiteren Auftritt. Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins und des Quartiersmanagements kam dieses vorgezogene "Weihnachtsgeschenk" für die Kinder gestern zustande.

Steller und Diemer spielten rund eine Stunde mit Gedichten von Goethe, Ernst Jandel, Peter Maiwald und vielen anderen. Die Gedichte zum Zuhören, Lieder zum Mitsingen und die Zaubertricks zum Staunen stammen aus dem Kinderprogramm, Teil 4, das Steller seit 2011 spielt, Titel: "Lieder, Balladen und Zaubereien". Bereits im Jahr 2000 erhielt Steller den Preis der deutschen Schallplattenkritik für seine Kinderprogramme.

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