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60 Jahre verheiratet: Mit Trauschein zum Wohnberechtigungsschein

60 Jahre verheiratet : Mit Trauschein zum Wohnberechtigungsschein

Es war der 15. August 1952 abends um 18.15 Uhr auf dem Kölner Hauptbahnhof an Bahnsteig 4, als zwei Studenten zusammentrafen, die auf dem Weg Richtung England waren.

An diese Begegnung erinnern sich Rolf und Maria Eilers noch sehr gut, obwohl dies schon 63 Jahre her ist. Das ungeplante Treffen führte schließlich dazu, dass auf den Tag genau drei Jahre später Rolf Eilers und seine Maria sich das Ja-Wort vor dem Standesbeamten gaben.

Geheiratet werden sollte erst später, aber die beiden benötigten damals einen Wohnberechtigungsschein, um eine gemeinsame Wohnung anzumieten, und Wohnung und Schein gab es nur mit dem Trauschein. Der gebürtige Papenburger und seine in Duisburg geborene Ehefrau, die im Jahr 1935 nach Bad Godesberg zog, hatten beruflich beide den Weg in den Schuldienst geplant.

Maria Eilers hatte genau wie Rolf Eilers Geschichte und Latein studiert. In Bonn unterrichtete Maria Eilers von 1957 bis 1959 an der Liebfrauenschule. Dann kamen die beiden Söhne auf die Welt. 1964 bis 1967 setzte sie den Schuldienst an der Liebfrauenschule fort, war dann von 1967 bis 1974 am Bad Godesberger Konrad-Adenauer-Gymnasium tätig. Rolf Eilers unterrichtete in Bonn zunächst am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, baute unter anderem mit Walter Haentjes und Albert Schulte ab 1964 das städtische Gymnasium auf, das dann den Namen Konrad-Adenauer-Gymnasium bekam und widmete sich ab 1969 als Planer der ersten Bonner Gesamtschule in Beuel.

Von 1974 bis 1991 leitete er ein Gymnasium in Kleve, seine Frau war in der Lehrerausbildung tätig. Dann kehrten beide nach Bad Godesberg zurück.

Neben ehrenamtlichem Engagement für "donum vitae" sind Rolf und Maria Eilers oft unterwegs gewesen, um die Welt zu erkunden. Die weiteste der 140 von Maria Eilers statistisch registrierten Reisen führte an die Westküste der USA, um dort einen der beiden Söhne zu besuchen.