Edler „DressUp“-Markt in Bonn Mode für den Winter ist gefragt

Friesdorf · Unter dem Motto „DressUp“ rüsten sich die Bonner Lionas für ihren nächsten Edel-Secondhand-Markt im November. Sie freuen sich auf weitere Kleiderspenden. Alle Erlöse gehen ans Bonner Frauenhaus.

Im DressUp-Lager: Ulrike Nonnen-Büscher (l.) und Katharina Müller-Stromberg sortieren Spenden und haben sichtlich Spaß dabei.

Im DressUp-Lager: Ulrike Nonnen-Büscher (l.) und Katharina Müller-Stromberg sortieren Spenden und haben sichtlich Spaß dabei.

Foto: Privat

Unter dem Motto „DressUp“ veranstaltet der Lions Club Bonn-Liona im Herbst wieder einen Edel-Secondhand-Markt für Damen. Für die Wohltätigkeitveranstaltung sammeln die Bonnerinnen Kleider, Schuhe, Gürtel, Taschen, Accessoires hochwertiger Marken und misten auch den eigenen Kleiderschrank aus: Kleider von Joop oder Burberry, von Hollister, von Prada oder Gucci. Der Erlös geht, wie in den Vorjahren, an das Frauenhaus Bonn.

„Wir führen ‚DressUp’ jetzt im neunten Jahr unter Beteiligung aller Clubmitglieder durch und haben das Format stetig mit Blick auf das, was bei unseren Käuferinnen gut ankommt, weiterentwickelt und professionalisiert“, sagt Präsidentin Kristina Friske. Dieses Vorgehen habe sich bereits in den Einnahmen Abzeichen können.

„Wir sind sehr stolz darauf, in den letzten Jahren jeweils Beträge in einer Größenordnung bis zu 20.000 Euro an das Bonner Frauenhaus spenden zu können. In den letzten Jahren konnte damit die Ausstattung der Wohnungen maßgeblich verbessert, als auch die Anschaffung eines Fahrzeuges unterstützt werden“, freut sich Friske. Insgesamt kamen in den neun Jahren 100.000 Euro zusammen.

Begonnen hatte alles mit einem improvisierten Stand auf dem Flohmarkt in der Rheinaue. Der Zuspruch und das Interesse der Besucher bewog die Clubmitglieder dazu, ihr Projekt größer zu gestalten.

Inzwischen ist die Aktion so professionell aufgestellt, dass die meisten der Lionas eine feste Aufgabe im „DressUp“-Team haben. Maria Hagemann-Mauz und Ulrike Nonnen-Büscher etwa sind Expertinnen bei der Preisgestaltung und haben Listen erstellt, auf denen genau steht, was unter anderem eine Prada-Bluse wert ist. Oder eine Chanel-Jacke. „Wenn also die Spenden im Lager ankommen, sind immer mindestens zwei von uns vor Ort und nehmen die Sachen entgegen. Dann wird geschaut, wie gepflegt die Dinge erscheinen“, sagt Koordinatorin Katharina Müller-Stromberg.

Hut muss ein Hingucker sein

Ist der Hut ein Hingucker, ist das Jackett modern oder doch zu altmodisch? Die Mitglieder haben inzwischen ein gutes Auge dafür entwickelt. „Defekte oder verschmutzte Kleidung nehmen wir nicht an. Ebenso wenig Unterwäsche, Bademoden und Pelzmoden“, erklärt Müller-Stromberg. Da „DressUp“ Anfang November stattfindet, liegt ein Fokus auf Textilien, die in der Übergangszeit und im Winter getragen werden können, sagt Friske. „Aber auch schöne Sommerware findet immer ihren Abnehmer. Sehr gut erhaltene Schuhe und Handtaschen sowie Accessoires wie Tücher, Gürtel und Schmuck haben immer Saison.“

Derzeit erreichen die Mitglieder viele Blusen, T-Shirts, Hosen und Schuhe. Die meisten Spenden kommen aus dem Großraum Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis. Ware kommt aber auch von Freundinnen aus München, Hamburg und Berlin.

„Bei Schuhen sind wir sehr wählerisch und verwenden nur wirklich gut gepflegte und kaum getragene Exemplare. Was wir gut gebrauchen können, sind wärmere Jacken und trendige Mäntel“, sagt Müller-Stromberg. Als „edel“ bezeichnen die Lionas Textilien und Accessoires, die in ihrer Qualität und ihrem Styling mehr als eine Saison überdauern und so der Nachhaltigkeit dienen.

Klassiker gehören dazu

„Dabei finden Klassiker genauso ihren Platz bei uns wie ausgefallene modische Teile“, sagt Friske. In diesem Jahr sei eine Art Goldlabel-Bereich geplant, in dem ausgesuchte Designerstücke präsentiert werden. Angesprochen auf den derzeitigen Lagerbestand, sagt Friske: „Leider müssen wir feststellen, dass die Spendenbereitschaft, gerade bei den hochwertigen Teilen, nachgelassen hat. Aus diesem Grund wollen wir nochmals auf unsere Aktion aufmerksam machen.“