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Brand in Bad Godesberg: Nach Feuer im Bistro gehen die Ermittlungen weiter

Brand in Bad Godesberg : Nach Feuer im Bistro gehen die Ermittlungen weiter

Nur noch eine Ruine aus verkohltem Mauerwerk, zerstörtem Inventar und Brandschutt: So präsentiert sich seit dem Wochenende das Bistro an der Koblenzer Straße unmittelbar neben der Post in der Bad Godesberger Innenstadt. Angerichtet hatte den verheerenden Schaden ein Brand am frühen Samstagmorgen. Dabei konnte die Bonner Feuerwehr, die mit 22 Wehrmännern angerückt war, Schlimmeres verhindern.

Wie die Leitstelle der Polizei auf Anfrage mitteilte, ist bei dem Brand niemand verletzt worden. Ersten Gerüchten, nach denen es in dem Geschäftsraum zu einer Explosion gekommen sein soll, traten die Behörden auf Nachfrage des General-Anzeigers ausdrücklich entgegen. Sie sprechen hingegen explizit von einem Brand.

Wie es aber überhaupt zu dem Feuer kommen konnte, ist noch völlig unklar. Ob der Vorfall beispielsweise in Zusammenhang mit der jüngsten Serie von Vandalismusakten und Sachbeschädigungen in Bad Godesberg stehen könnte, muss nach Aussage der Ermittler jetzt ebenfalls geprüft werden. Bislang unbekannte Täter hatten in Bad Godesberg zuletzt laufend Autos und Schaufensterscheiben durch mutwillige Zerstörungswut beschädigt.

Um sich mehr Klarheit zu verschaffen, werden sich Brandermittler der Kripo den beschlagnahmten Brandort am Montag genau ansehen, wie dies in solchen Fällen üblich ist, teilte ein Beamter der Leitstelle weiter mit.

Gemeldet worden war der Feuerwehr der Brand an der Koblenzer Straße 65 am Samstag um 4.31 Uhr. Als Einsatzleiter Martin Haselbauer dann mit seinen Helfern in der Bad Godesberger City eintraf, brannte das Bistro, in dem es unter anderem Salate und belegten Baguettebrote zu kaufen gab, bereits in voller Ausdehnung. Untergebracht war das Bistro in einem eingeschossigen Anbau, der durch das Feuer vollkommen zerstört wurde.

Schließlich hatte die Feuerwehr im Zuge der Nachlöscharbeiten auch noch das Flachdach des Anbaus mit einer speziellen Schere öffnen müssen. Nur so konnten die Einsatzkräfte letzten Glutnestern den Garaus machen. Gegen sechs Uhr am Morgen war der Brand dann komplett gelöscht, und die Feuerwehr konnte abrücken.

Froh war man bei der Polizei vor allem darüber, dass es gelungen war, den Brand auf den Anbau zu begrenzen. Die Flammen hätten leicht auf die unmittelbar angrenzende Bebauung übergreifen können, erklärte ein Mitarbeiter der Leitstelle.