Fläche in der Rheinaue Stadt kritisiert herumliegenden Müll nach Panama-Festival

Bad Godesberg · Nach dem Panama-Festival in der Rheinaue muss der Veranstalter wegen des Zustands des Festgeländes wie auch umliegender Grünanlagen beim Saubermachen nachbessern. Die Stadt hatte das eingefordert.

 Viel Müll ist nach dem Panama-Festival in der Rheinaue zurückgeblieben.

Viel Müll ist nach dem Panama-Festival in der Rheinaue zurückgeblieben.

Foto: Axel Vogel

Die Veranstalter des Panama-Open-Air-Festivals, das am 1. Juli auf dem Bad Godesberger Teil der Rheinaue stattgefunden hatte, sehen sich mit viel Kritik konfrontiert, weil jede Menge Müll nach der Veranstaltung in der Rheinaue zurückgeblieben war. Ein Beschwerdeführer, der regelmäßig dort unterwegs ist, aber seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, beschwerte sich beispielsweise vor allem über die Zustände rings um den eigentlichen Festplatz: „Überall liegen auch mehr als zwei Wochen nach dem Festival immer noch Kippen, Kronkorken und Verpackungen in den Blumenbeeten.“

In der Tat fand sich Ende vergangener Woche vor allem noch viel kleinteiliger Abfall auf den Wiesen rund um den Festplatz. „Für die Beseitigung des Mülls ist der Veranstalter zuständig“, stellt Andrea Schulte, Mitarbeiterin beim städtischen Presseamt, auf Anfrage klar: „Das hat beim Panama-Festival leider nicht gut funktioniert.“

Die Vermüllung und die Flurschäden in der Anlage seien nach dem Panama-Festival auffälliger als bei anderen Veranstaltungen gewesen, so das Presseamt. Die für den 13. Juli geplante Übergabe der Veranstaltungsfläche an die Stadt habe nach einer Begehung „erneut verschoben“ werden müssen, so Schulte weiter: Die Reinigungsfirma müsse noch einmal nachbessern.

Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Tage

Die Darstellung der Stadt bestätigt auch Jérôme Lefèvre, Pressesprecher von Bonnorange. Der kommunale Entsorger ist seit 2011 im Auftrag der Stadt für die Müllbeseitigung in der Rheinaue verantwortlich: „Auch wir hatten mit dem hohen Müllaufkommen aufgrund des Festivals zu kämpfen.“ Leider sei vor allem die Veranstaltungsfläche stark vermüllt gewesen. Darum habe man an dem Montag nach der Veranstaltung zusätzlich eine Kehrmaschine in der Rheinaue eingesetzt, um der Verschmutzung um das Festivalgelände herum Herr zu werden. „Das betraf insbesondere die Zuwege zu der Veranstaltung, da zur Ausgabe von Bändchen auch außerhalb des Festivalgeländes bereits öffentliche Flächen genutzt wurden“, führt er aus.

Bedauerlicherweise seien bereits gereinigte Flächen durch den Abbau der Bühnen und Schutzzäune erneut verschmutzt worden, beispielsweise durch Kabelbinder. „Außerdem kam es nach dem Abbau der Umzäunung dann dazu, dass Müll vom Wind aus dem Veranstaltungsgelände in die Rheinaue geweht wurde“, führt Lefèvre aus. „So waren unsere Mitarbeitenden im Bereich zwischen dem Rosengarten und Brückenmarkt die gesamte Woche nach dem Festival nahezu nur damit beschäftigt, diese Vermüllung zu beseitigen.“ Der Veranstalter habe auch dafür Sorge zu tragen, „dass das Abfallaufkommen auf ein unvermeidbares Maß reduziert wird“. So dürften zum Beispiel Speisen und Getränke nur in mehrfach verwendbaren, gegebenenfalls pfandpflichtigen Verpackungen und Behältnissen und nur mit Mehrwegbesteck ausgegeben werden.

„Genau das haben wir auch gemacht und Mehrwegpfand genutzt“, betont Sandro Heinemann, Veranstalter des Panama-Festivals. Aber er räumt ein, dass seine Reinigungsfirma nicht so zufriedenstellend wie sonst gearbeitet habe: „Das mag auch damit zusammenhängen, dass sich die Firma nach der langen Corona-Pause wieder vor Ort einspielen muss.“ Aus seiner Sicht war das große Problem das „Vortrinken“ um das Festgelände herum sowie die Vermüllung durch Zaungäste. Laut Augenzeugen hatten genau jene Zaungäste viele Verpackungen, leere Flaschen und Kippen hinterlassen.

Problematisch sei sicherlich der Bereich um das Gelände gewesen, insoweit seien die Vorwürfe korrekt, ergänzt Heinemann. Unabhängig davon hinterfragt er jedoch, wie weit diese Reinigungspflicht eigentlich reicht.

Andrea Schulte vom Presseamt stellt nochmals klar: „Schäden und Verunreinigungen auf den Zuwegen zur Veranstaltungsfläche und den angrenzenden Flächen sind durch den Veranstalter zu reinigen“, Dazu gehöre auch kleinteiliger Müll, „wenn auch nicht jede Zigarettenkippe aufgegriffen werden kann“. Veranstalter Heinemann will jetzt jedenfalls dafür sorgen, dass die Abnahme des Festplatzes wie auch der umliegenden Flächen durch die Stadt beim nächsten Mal klappt. Denn er sagt: „Im Grunde sehen wir das alle gleich und wollen, dass der Park nachhaltig und vernünftig genutzt wird.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort