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Suppenhimmel: Nachbarschaftliches Miteinander

Suppenhimmel : Nachbarschaftliches Miteinander

Leyendeckers Herrenmoden stellt kostenlos Jacken für die Besucher des Suppenhimmels zur Verfügung.

Der Suppenhimmel wird gut angenommen. Tagtäglich kommen bis zu 70 Besucher vorbei und lassen sich ein Mittagessen schmecken – kostenlos oder gegen eine kleine Spende. Dass das Angebot der katholischen Kirche im Schatten von Sankt Marien aber auch sonst in Bad Godesberg angekommen ist, ist am nachbarschaftlichen Miteinander zu sehen.

Nicht nur, dass hiesige Gastronomen das Mittagessen beisteuern, vom örtlichen Bäcker kommen Brotspenden, Obst und Gemüse gibt es vom Handelskonzern um die Ecke, Tee vom Laden aus der Fußgängerzone, erzählt Manfred Wüllner vom Suppenhimmel-Team.

Nun ist auch Leyendeckers Herrenmoden als Spender dabei. Knapp 100 gut erhaltene, gebrauchte Kleidungsstücke haben die Geschäftsführer Frank Katzer und Peter Iven zur Verfügung gestellt. Mit großem Erfolg. Die Winterjacken, die an drei Ständern zum Suppenhimmel gebracht wurden, fanden reißenden Absatz. „Ich finde es toll, dass es so etwas gibt“, sagt ein Besucher, der mit seiner Frau Stammkunde im Suppenhimmel ist. „Ich freue mich sehr.“

Die Leyendeckers-Aktion war eine Premiere. „Wir haben unsere Kunden im Januar angeschrieben“, berichtet Katzer. Der Vorschlag: Wer eine gut erhaltene Jacke, einen Mantel, ein Sakko oder ähnliches vorbeibringt, erhält 50 Euro Preisnachlass auf ein neues Kleidungsstück.

Die Idee ging auf, die Kunden kamen reichlich. Und freuten sich, so Katzer, dass ihre Kleidungsstücke in gute - und sinnvolle - Hände abgegeben wurden.

Doch warum sollte es der Suppenhimmel sein? „Wir sehen jeden Tag, wie viele Menschen dort hingehen“, erklärt Katzer die Beweggründe. Das Einrichtungsteam auf jeden Fall ist begeistert. „Wie sind sehr froh, genau wie über die anderen Aktionen der Nachbarschaft“, sagt Wüllner. Daran erkenne man, wie gut das Miteinander in Bad Godesberg funktioniere.

„Der Suppenhimmel ist ein Begegnungsort“, so Wüllner. Viele Menschen kämen nicht nur zum Essen, sondern blieben länger. Was unter anderem auch an der schönen Atmosphäre liege, die auch die bis zu 60 Helfer in zwölf Teams wahrnähmen. „Wir sind eine große Familie“, ist der ehrenamtliche Helfer überzeugt.

Der Suppenhimmel, Am Fronhof 17, ist von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Das Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die sich nicht in der Lage sehen, selbst für eine warme Mahlzeit zu sorgen. Eingeladen sind aber alle, so das Team.