1. Bonn
  2. Bad Godesberg

Willkommen mit Abstand: Nachbarschaftsfest in Plittersdorf soll es trotz Corona geben

Willkommen mit Abstand : Nachbarschaftsfest in Plittersdorf soll es trotz Corona geben

Zum ersten Mal in diesem Jahr trifft sich die Nachbarschaft aus dem Umkreis des Hauses Carstanjen am Samstag zum Nachbarschaftsfest. Die aktuellen Vorschriften im Hinblick auf die Corona-Krise haben die Organisatoren dabei im Blick.

Zum ersten Mal in diesem Jahr trifft sich die Nachbarschaft aus dem Umkreis des Hauses Carstanjen am Samstag zum Nachbarschaftsfest. Die aktuellen Vorschriften im Hinblick auf die Corona-Krise haben die Organisatoren dabei fest im Blick: Der weitläufige Park sei gut durchlüftet und die Gäste können problemlos die vorgeschriebenen Abstände einhalten, so Initiator Andreas Theves.

„Vor zwei Jahren haben wir erstmals das Fest gemacht“, sagt Theves. Er hat damals die Aktion über ein Nachbarschaftsportal angestoßen. In dieser Portalgruppe empfangen insgesamt 173 Mitglieder auch in diesem Jahr die Einladung zum Nachbarschaftsfest. „Im Mai 2018 sind über 60 Leute im Alter von elf bis 89 Jahren gekommen“, sagt Theves. Im Laufe der Jahre, habe sich die Besucherzahl zwischen 25 und 40 eingependelt. Eine Massenansammlung von Menschen sei daher nicht zu erwarten. Um den Vorgaben gerecht zu werden, wolle man unabhängig von den Zusagen im Portal eine Anwesenheitsliste auslegen. Hier sollen die Gäste ihren Namen und eine Kontaktmöglichkeit angeben.

Bei den ersten Festen hat es noch die klassischen Salate auf Plastiktellern gegeben. „Dabei ist jedes Mal viel Müll entstanden, das wollten wir nicht“, so Theves. Deshalb fand im Herbst 2018 das Nachbarschaftsfest erstmals unter dem Titel „Zero waste Fingerfoodfestival“ statt, zu dem jeder Gast Fingerfood mitgebracht hat. Dabei seien von der klassischen Frikadelle bis zum vegetarischen Canapé oder Obsthäppchen der Phantasie keine Grenzen gesetzt. „Einer hatte mit kleinen Zahnstochern auf Waffelhäppchen kleine Obststücke aufgesteckt“, sagt Theves.

Viel Arbeit für einzelne Veranstalter gibt es im Konzept nicht. „Alle bauen zusammen Tische auf, Sitzgelegenheiten und Essen bringen die Gäste selbst mit und alle räumen gemeinsam auf“, sagt der Initiator. Premiere wird in diesem Jahr die musikalische Untermalung mit Folk-Musik. Stehend, im mitgebrachten Klappstuhl sitzend oder in der Hängematte schaukelnd können die Gäste Liedern wie „The Green Man“ und weiterer Musik lauschen. Für den Künstler wird anschließend ein Hut herumgehen.

Aufgrund der aktuellen Vorgaben sei es möglich, dass einige Dinge etwas anders gestaltet würden als sonst. „Wir wollen uns ja an die Vorgaben halten“, so Theves. Trotzdem sei es ihm ein Anliegen, dass sich die Gäste mit ihrem Besuch trotz Corona-Pandemie wohlfühlen. „Wenn Leute sich unsicher sind oder zur Risikogruppe gehören, sollten sie darüber nachdenken, lieber nicht zu kommen“, sagt Theves.

Theves engagiert sich auch für die Bewässerung im Park. Mit dem bisherigen Erfolg der Initiativen zum Nachbarschaftsfest und zur Bewässerung des alten Baumbestands zeigt er sich zufrieden. „Wir bewässern nach wie vor jeden Sonntag, wenn es in der Woche vorher nicht ausreichend geregnet hat“, sagt er. Auch hier sei jede helfende Hand willkommen. Besonders freue ihn, dass sich nach dem Bericht über die Initiative die Bundeanstalt für Immobilienaufgaben gemeldet habe. „Die wollen bald die Bewässerung professionell übernehmen“, sagt Theves. Bis es soweit sei, wolle man die Bäume im Park weiterhin in der sonntäglichen Aktion bewässern.