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Informationsveranstaltung der Biologischen Station: Naturfreunde und 27 Schnucken

Informationsveranstaltung der Biologischen Station : Naturfreunde und 27 Schnucken

Was ist der Rodderberg, und wie alt ist er? Diese Fragen und weitere Informationen zum Schutzstatus Rodderbergs, zur Beweidung und zum schützenswerten Lebensraum, zu Schafrassen und zu Schafswolle hatten am Samstag die Erwachsenen zu beantworten, die beim Rodderberg-Quiz der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft teilgenommen haben.

Kinder und Jugendliche erhielten einen Fragebogen, bei dem es ebenfalls um den Rodderberg und um Schafsrassen ging.

Dass kein "Rodderberg-Schaf", sondern Moorschnucken für die Beweidung des Naturschutzgebietes oberhalb von Mehlem und Niederbachem genutzt werden, erfuhren Neugierige schnell bei Schäfer Sven Kämena, der mit 27 Schnucken und zwei Ziegen die ganz besondere Veranstaltung unter dem Thema "Naturerlebnis in Bonn und Umgebung - Stadt Land Fluss - Tage der Rheinischen Landschaft" begleitete. Als Gewinne standen schließlich ein richtiges Schafsfell, ein Krimi, in dem es auch um Schafe ging, eine DVD mit dem berühmten Schaf Shaun sowie kleine Trostpreise bereit.

Monika Hachtel von der Biologischen Station Bonn, die die Teilnehmer an der Rodderbergstraße begrüßte, war begeistert: "Mit so vielen Naturfreunden habe ich nicht gerechnet", sagte sie bei der Aufteilung der rund 100 Teilnehmer in mehrere Gruppen, damit nicht alle zur gleichen Zeit auf einer Wiese nahe dem Rodderberg-Vulkan die Schafe aus nächster Nähe beobachteten.

An einer eigens aufgebauten Informations-Station der Biostation kümmerten sich Monika Hachtel und Sebastian Petras darum, dass die bereitliegenden Informationsunterlagen zur Veranstaltungsreihe "Stadt Land Fluss" sowie zu den Naturerlebnis-Angeboten in Bonn und Umgebung schnell vergriffen waren. Beinahe wäre der Einsatz der Moorschnucken-Schafe und der Ziegen ausgefallen. Der ursprünglich vorgesehene Schäfer hatte kurzfristig aus familiären Gründen absagen müssen.

Aber Schäfer Sven Kämena war schnell vom Projekt überzeugt und brachte mit einem Transportfahrzeug die Schafe und Ziegen aus dem Eipachtal bei Eitorf pünktlich zum besonderen Auftritt auf die Wiese am Rodderberg-Vulkan. Das Wiesengras schmeckte den Schafen wohl vorzüglich. Von den vielen Schaulustigen rund um die eingezäunte Wiesenfläche ließen sich die Schafe nicht ablenken. Zusätzlich wurde bei den angebotenen Führungen auf weitere typische Tiere des Naturschutzgebietes am Rodderberg hingewiesen.

Im Programm "Naturerlebnis in Bonn und Umgebung" der NABU Kreisgruppe Bonn, der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft, der BUND Kreisgruppe Bonn sowie des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalen sowie des Naturschutzvereins Rheinbach-Voreifel sind für das zweite Halbjahr 2015 wieder zahlreiche weitere interessante Exkursionen, Ausflüge, Wanderungen, Gesprächsrunden und nicht zuletzt praktische Aktionen zum Schutz der Natur vorgesehen. Das gesamte Programm ist im Internet unter www.nabu-bonn.de abrufbar; Programmhefte liegen auch im Rathaus in Wachtberg-Berkum aus.