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Modellkonferenz der Vereinten Nationen in Den Haag: NCG-Schüler schlüpfen in die Rolle Liechtensteins

Modellkonferenz der Vereinten Nationen in Den Haag : NCG-Schüler schlüpfen in die Rolle Liechtensteins

Zum 26. Mal hatte sich eine Delegation von Schülern des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums auf den Weg nach Den Haag gemacht, um beim 48. International Model United Nations (THIMUN) als Vertreter des Staates Liechtenstein selbstverfasste Resolutionen zum Thema „Sustainable Urbanization“ („Nachhaltige Urbanisation“) in den verschiedenen Gremien zu diskutieren.

„Es gab Themenvorgaben, aber man konnte aussuchen, welches man bearbeitet“, sagte Jale. Das Lehrerduo Colette Granvillano und Alexander Krüger, das die Schüler begleitet hatte, gab Hilfestellung bei den Resolutionsschreibprozessen und stand anleitend zur Seite, hielt sich aber ansonsten im Hintergrund. „Es war von Schülern für Schüler“, sagte Carl.

Die Delegierten des NCG waren Colette Granvillano, welche die Rolle des MUN-Director einnahm, Alexander Krüger als „Chaperon“, Siddharth Korisal als Botschafter und „General Assembly“, Julia Schrader, Laura Choufan und Mustafa Niaz jeweils als „General Assembly“, Selin-Ece Arpaz und Alba Hoffmann de Ramos jeweils als „Special Conference on Sustainable Urbanization“, Lea-Clara Köstler und Jale Schlipf jeweils in der Position der „Human Rights Commission“, Carl Schiller und Laurin Weger jeweils als „Disarmament Commission“, Paula Dietrich und Yasmin Bauchknecht als Vertreter der „Environment Commission“.

Einblicke in die Prozesse der UN

Seit Beginn des Schuljahres hatten sich die zwölf Schüler der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 intensiv auf die Teilnahme im Den Haager World Forum Convention Center vorbereitet, um in der Rolle des Vertreters eines für sie fremden Landes komplexe politische Themen mit den internationalen Teilnehmern aus aller Welt vor Ort zu diskutieren. Die Konferenz sei einer der besten Ausflüge, so Siddharth, der schon zum zweiten Mal in Den Haag dabei war.

Die MUN habe bei der UN Beraterstatus. Resolutionen, die die Teilnehmer verabschiedeten, haben Potenzial, der UN vorgeschlagen zu werden. „Man bekommt Einblicke in die Prozesse der UN und wird offener gegenüber anderen Kulturen“, sagte Laurin. „Wir mussten uns auf Resolutionen einigen und gemeinsam Problemlösungen finden, manchmal wurden wir angehalten, positiver an die Themen heranzugehen“, so Jale. Der Ablauf der Konferenz sei sehr nah an dem tatsächlichen Ablauf der UN gewesen.

Ziel der Veranstaltung ist es unter anderem, Verständnis für die Probleme und Situationen anderer Völker und Kulturen zu entwickeln und darüber hinaus Fähigkeiten in Rhetorik, Verhandlungstaktik und Diplomatie in der Fremdsprache Englisch zu erweitern und zu vertiefen. Nicht zuletzt spielen auch der faire Umgang mit Andersdenkenden und die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten eine wichtige Rolle.

„Anfangs hatte ich schon Angst davor, vor so vielen Menschen auf Englisch zu sprechen, aber man kommt schnell rein und man wird offen“, sagte Jale. „Es war insgesamt eine tolle Erfahrung.“