Kirche in Bad Godesberg Neue Gesichter in der Jugendarbeit

Bad Godesberg · Den Blick zur Jugend gerichtet: Bei der evangelischen und bei der katholischen Kirche im Stadtbezirk tut sich etwas. Der General-Anzeiger stellt acht Jugendleiter der evangelischen und katholischen Kirche vor

 Matthias Kleudgen

Matthias Kleudgen

Foto: privat

In der kirchlichen Jugendarbeit Bad Godesbergs tut sich was. In den vier evangelischen Gemeinden laufen seit Mai dieses Jahres allein drei unter neuer junger Leitung. Und auch im katholischen Seelsorgebereich sowie der ebenfalls unter katholischen Kirchtürmen tätigen Katholischen Jugendagentur (KJA) finden gerade aktuell einige Wechsel in der Jugendleitung statt.

Evangelische Thomas-Kirchengemeinde

In Plittersdorf und Friesdorf hat zum 1. Juni Sophie Linder als Diakonin für Kinder und Jugendliche an der Christus- und der Pauluskirche begonnen. Endlich bekennt sich die Gemeinde mit einer vollen Stelle wieder zur Wertigkeit dieser Basisarbeit. Die Gemeindepädagogin ist ein „Eigengewächs“. „Ich plane und führe Projekte durch, biete feste Treffpunkte an, vernetze die Konfi-Arbeit mit der Jugendarbeit, gewinne, schule und betreue“, sagt Linder. Nach der Spanien-Ferienfreizeit will sie partizipativ besonders Jugendliche nach der Konfirmation an die Gemeinde binden.

Alexandra Sorg

Alexandra Sorg

Foto: KJA
 Melanie Schmidt

Melanie Schmidt

Foto: privat
Melina Schütz

Melina Schütz

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Sophie Linder

Sophie Linder

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Niklas Eichmüller

Niklas Eichmüller

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 Sebastian Vick

Sebastian Vick

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Jasmin Töller

Jasmin Töller

Foto: KJA

Kontakt: sophie.linder@ekir.de.

Evangelische Johannes-Kirchengemeinde:

An Johannes- und Immanuelkirche ist im Januar Diplom-Pädagogin Melanie Schmidt auf einer vollen Jugendleiterstelle gestartet. Für Kinder und Jugendliche in Pennenfeld, Muffendorf, Heiderhof, Schweinheim, Marienforst und Godesberg-Stadt führt sie Ferienangebote durch, berät und begleitet, schult Ehrenamtliche, bietet Erfahrungsräume, in denen sich junge Leute ohne Druck ausprobieren können. „Unsere Angebote sind für alle offen“, betont Schmidt. Gern möchte sie mit einem Bildungsangebot auch bis zu 35-Jährige in den Blick nehmen.

Kontakt: melanie.schmidt@johannes-kirchengemeinde.de

Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde:

In Rüngsdorf und im Villenviertel übernimmt ab Juli Melina Schütz, Erzieherin und Fernstudentin der Sozialen Arbeit, die volle Jugendleiterstelle. In Partizipation mit den jungen Leuten will sie an der Erlöserkirche die bestehende offene Jugendarbeit mit Freizeiten und projektorientierten Angeboten ausbauen - und zwar für „jeden Jugendlichen unabhängig von Konfession, Geschlecht, sexueller Orientierung und kulturellem Hintergrund“. Allen möchte sie „ein offenes Ohr“ bieten, sagt sie.

Kontakt: melina.schuetz@ekir.de.

Evangelische Heiland-Kirchengemeinde:

Seit 2018 ist an der Heilandkirche für Mehlem und Lannesdorf der Gemeindepädagoge Sebastian Vick auf halber Stelle mit einem Jugendprogramm tätig. Zum Programm gehören Kinderbibeltage, Jugendtreffs, Freizeiten, Konfirmanden- und Projektarbeit, Fahrten zum Kirchentag, Partys und Diskussionen über Gott und die Welt. „Ist der Kontakt erst mal da, kann Kirche jeden erreichen, da es in kirchlichen Einrichtungen immer um eine gelebte Gemeinschaft geht. Es ist ein Miteinander, bei dem jeder wertgeschätzt und beachtet wird.“

Kontakt: sebastian.vick@heilandkirche.de

Katholischer Seelsorgebereich Godesberg:

Seit 2018 sorgt im katholischen Godesberg als Jugendreferent Matthias Kleudgen für Akzente. Im Februar kam Niclas Eichmüller hinzu. Eine der zwei Stellen ist von der Bürgerstiftung Rheinviertel finanziert. Zum Team gehören auch 32 ausgebildete Ehrenamtliche aus allen drei Pfarreien. Denn man arbeitet nun mit neuem, umfassendem Ansatz. „Jugendliche sind nicht unbedingt an einen Kirchturm oder ihr Viertel gebunden. Sie kommen dorthin, wo sie sich angenommen fühlen und Freunde treffen“, berichten die Erzieher Kleudgen und Eichmüller. Sie verantworten Treffs an St. Andreas, St. Albertus Magnus, St. Evergislus und St. Marien. Kindergruppen kommen in Friesdorf, Muffendorf und Mehlem dazu. „Wir wollen Jugendliche in einer christlichen Gemeinschaft Glaubenserfahrungen ermöglichen, sie aber auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleiten und stärken“, sagen beide. Im September starten sie für drei Monate im „Salon 53177“ in der Godesberger Fußgängerzone einen Spieletreff.

Kontakt: kleudgen@godesberg.com, eichmueller@godesberg.com

Katholisch an St. Severin und Frieden Christi:

Die Jugendarbeit der Seelsorgebereichs ergänzt in Mehlem und auf dem Heiderhof die Offene-Tür-Arbeit (OT) der Katholischen Jugendagentur (KJA). Die OT „Rheingold“ in der Meckenheimer Straße wird auf eineinhalb Fachkraftstellen sowie einer halben Stelle für „hinausreichende Arbeit“ in den Mehlemer Straßen geführt. Leiterin ist die Erzieherin und Sozialarbeiterin Jasmin Töller. Der Jugendtreff für Sechs- bis 21-Jährige sei hoch frequentiert, berichtet sie. „Wir nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben vor Ort teil, unterstützen gern Feste und Aktivitäten in Mehlem und sehen uns als Teil des sozialen Lebens.“ Zurzeit werde an einem pädagogischen Konzept gearbeitet, um mehr Mädchen anzusprechen, sagt Töller. Auf dem Heiderhof war die Offene Tür im Souterrain der Kirche Frieden Christi vorübergehend geschlossen. Ab Mitte Juli öffnet sie unter der Leitung der Erziehungswissenschaftlerin Alexandra Sorg wieder. Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten, Konfessionen und Kulturen im Alter zwischen sechs und 21 Jahren kämen dann wieder in Kontakt.

Kontakt: Jasmin.Toeller@kja-bonn.de, alexandra.sorg@kja-bonn.de