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Praxen, Dialyse und ein Fitnessstudio: Neues Gesundheitszentrum in Bad Godesberg

Praxen, Dialyse und ein Fitnessstudio : Neues Gesundheitszentrum in Bad Godesberg

An der Godesberger Allee entsteht zur Zeit ein dreieinhalbgeschossiger Neubau. Dort sollen unteranderem das Nierenzentrum Bonn einziehen. Das Richtfest wird am 30. Juni gefeiert.

Noch ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, was derzeit auf dem Gelände an der Godesberger Allee 20-26 gebaut wird. Ende des Jahres aber soll dort ein Gesundheitszentrum eröffnen, in dem Praxen und ein Kieser-Studio unterkommen werden.

Insgesamt stehen 3250 Quadratmeter auf drei Etagen plus Staffelgeschoss zur Verfügung, hinzu kommt eine Tiefgarage mit 58 Stellplätzen, erläutert Karl August Brensing, Geschäftsführer der Privaten Bauherren-Gemeinschaft „Godesberger Allee K&N“. Investiert werden laut Brensing rund zehn Millionen Euro, die moderne Haustechnik schlägt mit 1,8 Millionen zu Buche. Geplant ist unter anderem, eine Photovoltaik- und eine thermische Solaranlage auf dem Dach zu installieren, erklärt Oberbauleiter Gunther Bengel von Wolff & Müller, der mit Lucie Hoppenheit und Patrick Lunau die Baustelle im Blick behält.

Fläche für Ärzte und Gesundheitsdienstleister

Brensing selbst wird gemeinsam mit Peter Raab, Uwe Pöge, Thomas Gerhardt und Peter Heidkamp mit dem Nierenzentrum Bonn im Erdgeschoss und der ersten Etage des Zentrums unterkommen. Integriert ist eine internistisch-nephrologische Schwerpunktpraxis und ein Dialyse-Zentrum, und zwar auf 1600 Quadratmetern. „Wir haben schon länger eine neue Heimat gesucht“, erläutert Brensing, Denn in der Bestandsimmobilie in Bad Godesberg, in der sich die Praxis derzeit befindet, habe es keine Möglichkeit auf Erweiterung gegeben. „Wir haben uns zig Grundstücke angeguckt.“ Dann habe die Stadt ihnen das Areal an der Godesberger Allee angeboten – Baurecht inklusive. Einzige Vorgabe: Sämtliche Mieter müssen etwas mit dem Thema Gesundheit zu tun haben.

Ins zweite Obergeschoss zieht ein Kieser-Studio ein. Auf 600 Quadratmetern wird das gesundheitsorientierte Krafttraining angeboten, erläutert Thorsten schuster, Leiter deutsche Stammbetriebe Kieser. Was künftig im Staffelgeschoss auf rund 450 Quadratmetern angeboten wird, steht noch nicht fest. „Schwerpunktmäßig soll die Fläche Für Arztpraxen und Gesundheitsdienstleister zur Verfügung gestellt werden“, so Brensing.

Tiefgarage und gute Verkehrsanbindung

Doch warum haben sich die Bauherren für das Areal an der Godesberger Allee entschieden, das immerhin direkt an der Hauptstraße liegt? Die Vorteile liegen für Brensing auf der Hand: die U-Bahn-Haltestelle vor der Tür, eine gute Verkehrsanbindung, die B 9 kann an der Wurzerstraße und am Hochkreuz durch eine Unterführung gequert werden – Schranken befinden sich nicht in der Nähe.

Und: „Es ist zwar eine laute Straße, aber das kann man durch Schallschutz regeln.“ Außerdem kämen die Patienten im hinteren Teil des Gebäudes unter. Darüber hinaus sei es möglich gewesen, auf dem Areal eine große Tiefgarage zu bauen, „außerdem wollten wir unbedingt in Bad Godesberg bleiben.“ Einen kleinen Nachteil aber gibt es für ihn schon: Wer in Richtung Süden unterwegs ist, „kann nicht direkt nach links zu uns abbiegen“, er müsse eine kleinen Umweg durch eine der Unterführungen in Kauf nehmen.

Am Freitag, 30. Juni, steht ab 13 Uhr das Richtfest an, zu dem die Bauherren Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke erwarten.