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Besuch in der Bezirksvertretung Bad Godesberg: Oberbürgermeisterin überrascht mit Neuigkeiten zur Stadthalle und Radstation

Besuch in der Bezirksvertretung Bad Godesberg : Oberbürgermeisterin überrascht mit Neuigkeiten zur Stadthalle und Radstation

Oberbürgermeisterin Katja Dörner besuchte Mittwochabend die Bezirksvertretung Bad Godesberg. Bei ihrem eineinhalbstündigen Besuch musste sie sich vielen Fragen stellen. Kritik gab es an der Dauer ihrer Stippvisite und an verspäteten Stellungnahmen der Verwaltung.

Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) hat am Mittwochabend die Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg besucht (BV). Die Mitglieder der BV hatten diesen Besuch aufgrund der vielen offenen Themen im Stadtbezirk mehrfach gefordert. Nachdem sie die anderen drei BVs (Bonn, Beuel und Hardtberg) bereits besucht hatte, stellte sie sich nun den Fragen in Bad Godesberg. Zuvor überreichte ihr Falk Schweitzer einen Brief mit Anliegen von Bad Godesbergern, die er in der Facebook-Gruppe „I love Bad Godesberg“ einsammelte. Das wichtigste Thema: Die Stadthalle.

Gute Nachrichten für die Stadthalle

In der BV überbrachte Dörner zwei überraschende Neuigkeiten. Im Bezug auf die Stadthalle habe sie eine „gute Nachricht“, so Dörner. Denn die offene Projektstelle im Städtischen Gebäudemanagement (SGB) für die Projektleitung der Stadthalle habe man nun zum 1. November besetzen können. Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung zuvor vergeblich nach einem neuen Projektleiter gesucht.

Neuigkeiten zur geplanten Radstation hatte Dörner ebenfalls im Gepäck: Demnach sei im SGB nun eine eigene Projektleiterstelle eingerichtet worden. „Angesichts der Diskussion und der Relevanz haben wir gesagt, dass es ein Projekt ist, auf das wir nun prioritär schauen“, so die Oberbürgermeisterin.

Dörner musste sich kritischen Fragen stellen

Dörner musste sich in der Stadthalle einigen kritischen Fragen stellen. So zweifelte Uli Barth von der SPD beispielsweise an der Funktionsfähigkeit der Verwaltung. Die Kritik wies Dörner entschieden zurück. „Wir arbeiten im Krisenmodus“, so die Verwaltungschefin. Zu einer richtigen Diskussion kam es allerdings nicht, denn Dörner hatte nur eineinhalb Stunden Zeit, im Anschluss musste sie weiter zu einem Termin. „Ich finde es nicht in Ordnung, dass sie nur kurz Zeit hat“, so Gabriel Kunze von der SPD. Gleichwohl sagte er, dass er Verständnis für den Terminkalender Dörners habe. Im Anschluss besuchte die Oberbürgermeisterin die Jubiläumsfeier des Hospizverein Bonn. Im Vorfeld wäre nicht bekannt gewesen, dass die Oberbürgermeisterin noch Folgetermine habe. Der Bürger Bund Bonn bewertete den „verspäteten Antrittsbesuch ohne jeglichen Mehrwert“.

Nicht nur an der kurzen Stippvisite gab es Kritik, sondern auch daran, dass insgesamt acht Stellungnahmen der Verwaltung den Mitgliedern erst um 16 Uhr zugestellt wurden. Eine Stunde später begann die BV. „Ich finde das sehr befremdlich. Das ist ein Affront gegen unsere Arbeit, wie soll man sich vorbereiten?“, so Gerhard Lemm von den Grünen gegenüber dem GA.