Kirmes in Friesdorf Octopussy schickt seine rasante Schwester

Friesdorf · Platzneuheit auf der Friesdorfer Kirmes: Erstmals kommt die Schwester von Octopussy nach Bonn. Die Krake wird sich drehen, es gibt Tanz und zahlreiche Bands.

 Die Krake streckt bald auch in Friesdorf ihre Tentakel aus.

Die Krake streckt bald auch in Friesdorf ihre Tentakel aus.

Foto: Markmann

Octopussy hat eine Schwester, die noch keiner in Bonn gesehen hat. Ihr Name ist die Krake – genauso bunt und genauso rasant. Das Karussell der Kategorie Monster 3 ist der Hingucker auf der Friesdorfer Kirmes, die normalerweise Mitte Mai über die Bühne geht. Diesmal aber, wie ab und an, zwei Wochen später – von Donnerstag, 30. Mai, bis Montag, 3. Juni. Vom Klufterplatz bis zu den Pfadfindern bei der Servatiusschule wird jede Menge geboten.

Octopussy geht derzeit von Meerbusch-Büderich nach Oberhausen-Sterkrade und dann nach Kaarst auf Tournee. Da wäre es wirtschaftlich Unsinn gewesen, den blinkenden Tintenfisch nach Bonn zu schicken, wie Schausteller Hubert Markmann mitteilt. Die Krake steht derzeit noch im Lager Euskirchen: auf nach Friesdorf. Normalerweise ist sie vor allem im Bereich Hessen und Sachsen unterwegs, wo Markmanns Tochter Romina, die ehemalige Beueler Wäscherprinzessin, an den Reglern dreht. Diese Route ist auch der Grund, warum das Karussell Bonn noch nicht kennt.

Beide Geschäfte stammen aus dem Hause Anton Schwarzkopf. „Das war der erste Mensch, der Looping-Achterbahnen für den menschlichen Körper erträglich gemacht hat“, sagt Markmann. Die Krake, 2012 übernommen, und Octopussy sind technisch beide auf gleichem Stand, „optisch aber anders gestaltet“, sagt Markmann. Ende 2019 habe erstere neue Gondeln bekommen: „Haifischgondeln. Das sitzt der Fahrgast etwas freier“, so der Schausteller. Und die Familie setzt noch einen drauf: Die Krake wird gerade wieder umgebaut und neu verkleidet, kommt also in neuem Look nach Friesdorf.

Wegen der Größe des Fahrgeschäfts muss der Ortsausschuss übrigens eine Leitung in der Luft verlegen lassen und dafür die Stadtwerke informieren, so Geschäftsführer Holger Liczner.

Fassanstich der Kirmes ist am Donnerstag um 16 Uhr. Ab da rasen die Autos durch den Scooter, freuen sich die Jüngsten auf dem Kinderkarussell. Zweimal bittet das Flashlight Team zur Tanzparty, am Freitag und Samstag jeweils ab 19 Uhr in der Servatiushalle. Das Feuerwerk wird am Freitag ab 22 Uhr abgeschossen, zum Nachbarschaftskaffee treffen sich die Friesdorfer am Samstag ab 15 Uhr in der Servatiushalle. Dort öffnet am Sonntag auch der Kindersachenflohmarkt seine Pforten, von 15 bis 18 Uhr. Bereits am Vormittag sind alle zu einem ökumenischen Gottesdienst ab 11.15 Uhr eingeladen. Der Frühschoppen beginnt am Montag um 11 Uhr.

Es wird auch in diesem Jahr wieder kein Zelt geben, das früher immer ein Schausteller aufgestellt hatte. Liczner ist das gar nicht so unrecht, „damit fällt das aufwendige Dekorieren weg“, sagt er. Da er sowieso von bestem Wetter ausgeht, hofft er auf viele Gäste im als Ersatz aufgebauten Biergarten mit eigener Theke.

Cocktailbar, DJ und Kinderspiele

Die haben auch die Pfadfinder vor der Schule. Wie schon in den Jahrzehnten zuvor, so Michael Gördes von der Leitungsrunde der DPSG Bad Godesberg. Auf der dortigen Bühne steht am Donnerstag ab 20 Uhr DJ Reiner Becker bei der Opening Party. Einen Tag später rocken ab 20 Uhr Dragster, die bekannte Songs der 70er und 80er Jahre spielen. Dazu hat – wie auch am Samstag – die Cocktailbar der Pfadfinder geöffnet. Jedöns aus Köln und Bonn bieten am Samstag ab 20 Uhr eine Mischung aus Rock, Ska und Karnevalsmusik.

Um die Kinder dreht es sich am Sonntag ab 12 Uhr mit vielen Spielen. Es gibt Kaffee und Kuchen, ab 20 Uhr dann die Band Was auch immer, die Singer-Songwriter-Musik und Comedy im Gepäck hat. Bei den Pfadfindern wird am Montag auch der Zacheies verbrannt (18 Uhr). Danach geht es noch ein letztes Mal rund, wenn Ach und Kraach Kölsch-Rock bieten.

„Die Kirmes ist eine Tradition“, sagt Liczner. Sie habe sich neben dem Einsatz aller Aktiven auch deshalb so gut gehalten, weil Schausteller August Kipp enge Beziehungen zum OA habe. „Friesdorf ist in den vergangenen Jahren jünger geworden. Wir haben viele Familien mit jungen Kindern. Und das ist uns positiv aufgefallen“, sagt der Geschäftsführer.

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