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Pädagogische Fachkraftstelle soll auch im Oneworld-Café arbeiten

Jugendamt rechnet Betriebskosten ab : Keine Fachkraft fürs Oneworld-Mobil

Die eigentlich für den Einsatz in dem Oneworld-Mobil vorgesehene pädagogische Fachkraftstelle soll jetzt zusätzlich im Oneworld-Café eingesetzt werden. Unterdessen sieht die Stadt keine Möglichkeit, eine zusätzliche Fachkraft bereitzustellen. Die Betriebskosten des Mobils könnten indes nach wie vor mit dem Jugendamt abgerechnet werden.

Das Hin und Her um das Oneworld-Mobil ist beendet: Die eigentlich für den Einsatz in dem Wohnmobil vorgesehene pädagogische Fachkraftstelle soll jetzt zusätzlich im Oneworld-Café eingesetzt werden. Diese Fachkraft soll vor allem Jugendliche auf der Straße an ihren Treffpunkten aufsuchen. Demnach stehen dem Café nun drei Fachkraftstellen zur Verfügung.  Das Angebot des Mobils soll nicht mehr als eigenständige Einrichtung fortgeführt werden.

Nachzählung ergab einen Stimmenpatt

Diesem Beschlussvorschlag des Jugendhilfeausschusses folgte der Hauptausschuss, der am Donnerstagabend wegen der Pandemie stellvertretend für den Rat tagte, mit acht zu sieben Stimmen. In einer Abstimmung zuvor hatte Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) irrtümlicherweise den CDU-Änderungsantrag für beschlossen erklärt. Wie sich bei einer Nachzählung  herausstellte, gab es ein Stimmenpatt, damit gilt ein Antrag als abgelehnt. Die CDU hatte per Änderungsantrag gefordert, unter anderem das Mobil für eine zweijährige Erprobungsphase flexibler als bisher einzusetzen. Die Träger des Mobils, das CJG Hermann-Josef-Haus und die Evangelische Jugendhilfe Godesheim hatten zuvor beklagt, ein zu starrer Routenplan sei das größte Problem.

Jugendamtsleiterin Gitte Sturm hatte am Donnerstag deutlich gemacht, den Trägern sei es unbenommen, das Mobil weiter einzusetzen.  Die Stadt  sehe aber keine Möglichkeit, eine zusätzliche Fachkraft bereitzustellen. Die Betriebskosten des Mobils könnten indes nach wie vor mit dem Jugendamt abgerechnet werden.

Das Oneworld-Mobil versteht sich als pädagogisches Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren. Laut Sturm ist die Wirkung indes nur gering. Das Mobil werde von den Jugendlichen nicht hinreichend genutzt, erklärte Sturm.  „Ihnen fehlt dort zum Beispiel das Internet.“ Bedarfsgerechter sei eine Jugendarbeit, bei der die Pädagogen zu Fuß oder mit dem Rad die Treffpunkte der Jugendlichen erreichten.