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Premiere für Godesberger Treff: Parks und Grünflächen sind regelmäßig vermüllt

Premiere für Godesberger Treff : Parks und Grünflächen sind regelmäßig vermüllt

Glasscherben, Verpackungen und Zigarettenstummel prägen nach dem Wochenende regelmäßig das Bild der Parkanlagen in Bad Godesberg. Die von Vielen vermisste Sauberkeit ist Thema des ersten Bad Godesberger Treffs des General-Anzeigers am Montag, 25. April, in den Kammerspielen.

Der Sommer kommt mit großen Schritten. Viele Menschen zieht es gerade nach draußen. Familien, aber auch Gruppen von Jugendlichen strömen am Wochenende regelmäßig in die Parks. Groß angelegte Picknicks mit der ganzen Familie und abendliche Trinkorgien sind in diesen Tagen keine Seltenheit.

Die Godesberger erleben die Nachwehen dieser Freizeitaktivitäten jedoch ausgeprägter als ihnen vielleicht lieb ist. „Nach jedem Wochenende liegt hier der Müll herum“, sagt Yvonne Batzdorf, die am Montagmorgen regelmäßig mit ihrem Hund im Panoramapark spazieren geht. Die Gründe hierfür seien vielfältig. Die Familien, die sonntags im Park picknicken, sind ihrer Meinung nach das geringere Problem. Vor allem Jugendliche würden regelmäßig ihren Müll an den Parkbänken zurücklassen.

Am nächsten Morgen trügen dann die Krähen dazu bei, dass die Verpackungen kreuz und quer im Park verteilt werden. „Vielleicht wäre ein großer Container in der Mitte des Parks sinnvoll, damit die Vögel nicht an den Müll herankommen“, schlägt Yvonne Batzdorf vor.

Besonders betroffen seien die Bänke am Rhein. „Hier liegen häufig zerschlagene Bierflaschen und verdächtige Plastiktütchen herum“, moniert eine weitere Besucherin des Panoramaparks. Zwar kämen bereits am Samstag Müllwagen, die den gröbsten Dreck beseitigten, doch gebe es zu wenig Präventivmaßnahmen. „Die Polizei fährt häufig nur mit ihren Streifenwagen um die Parks herum. Wir bräuchten vielleicht mehr Polizisten auf Fahrrädern“, fügt sie hinzu. Eine weitere Option seien höhere Strafen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich regelmäßig im Godesberger Stadtpark. Auch dort liegt der Müll oft nicht in den dafür vorgesehenen Eimern, sondern auf der Wiese. Der Brunnen an der Koblenzer Straße ist zudem mit Glasscherben übersät und stellt in diesem Zustand ein Sicherheitsrisiko für spielende Kinder dar.

Rüdiger Brauer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Bad Godesberg Stadtmarketing, sieht vor allem die Stadt in der Pflicht, etwas an der Verschmutzung der Parkanlagen zu ändern. „Die Stadt könnte zum Beispiel veranlassen, dass die Grünflächen bei schönem Wetter täglich gereinigt werden“, schlägt er vor. Zwar wisse er, dass es am Ende immer eine finanzielle Frage sei, doch habe der liegengebliebene Müll in den Parks bereits unangenehme Begleiterscheinungen mit sich gebracht. „Vor Kurzem habe ich sogar Ratten gesehen“, sagt Brauer.

Carsten Sperling vom Bonner Stadtordnungsdienst weist darauf hin, dass speziell im Kurpark bereits abendliche Kontrollen durgeführt werden. „Dazu gehört auch, dass angetroffene Personen dazu angehalten werden, hinterlassenen Müll wegzuräumen und den Park sauber zu hinterlassen“, sagt er. Diese Routinekontrollen sollen demnach auch in den Sommermonaten fortgesetzt werden, um einer Vermüllung der Parks präventiv entgegenzuwirken.