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Amos-Comenius-Gymnasium: Ratgeber-App für sicheren Schulweg

Amos-Comenius-Gymnasium : Ratgeber-App für sicheren Schulweg

Das Amos-Comenius-Gymnasium hat gemeinsam mit der Stadt Bonn, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der Polizei und dem Netzwerk verkehrssicheres NRW den ersten Bonner Schulwegratgeber herausgegeben.

Beim Tag der offenen Tür am Samstag konnten Schulleiter Christoph Weigeldt und Vertreterin Cordula Grunow die von der Stadt gesponserte Broschüre den Familien kommender Schüler in die Hand drücken. Sie enthält einen praktischen Überblick über alle Arten und Wege, das Amos und damit auch die anderen Pennenfelder Schulen sicher zu erreichen.

"Das ist ein NRW-Pilotprojekt, weil hier zum ersten Mal auch eine komplette Schulwegcheck-App zur Verfügung gestellt werden kann", erläuterte Verkehrsplaner Jens Leven vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation aus Wuppertal. Sein Büro habe für die Erstellung dieser App (für Android-Geräte) mit dem Amos "eine vorbildliche Schule mit engagierten Lehrern und Schülern" vorgefunden.

Auch weiterhin würden die gespeicherten Informationen aktualisiert, Problemstellen auf den Radwegen würden von Schülern, Lehrern und Eltern neu markiert oder aus dem System genommen. "Wir können diesen Service auch anderen interessierten Schulen in NRW bieten", sagte Leven. Kontaktstelle sei das Stadtplanungsamt.

"Wir wollen mit diesem Ratgeber noch mehr Schüler motivieren, mit dem Rad zur Schule zu fahren", erklärte Marlies Koch vom Stadtplanungsamt. Die Stadt habe die Schularbeitsgruppe deshalb sehr gerne unterstützt. Der ADFC setzt sich für die Sicherheit des Radverkehrs ein. Dieser Ratgeber werde hoffentlich bewirken, dass noch mehr Eltern ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen, ergänzte Gisela Loh vom ADFC.

"Unsere Schüler bringen schon jetzt ein Gefühl für gesunde und nachhaltige Mobilität mit", meinten die Amos-Lehrer Andreas Stümer und Michael Kempen. "Deshalb brauchen wir sichere Radverbindungen." Es sei ja gerade die Aufgabe einer evangelischen Schule, Vorbild darin zu sein, Benzin zu sparen und im Alltag umweltfreundlich zu handeln.

"Man muss nicht mit dem Auto direkt in die Klasse gefahren werden", meinte Stümer mit Blick auf die vielen Eltern, die ihren Nachwuchs jeden Morgen bis vor die Türen der Schulen chauffieren. "Diese Broschüre zeigt, dass es auch anders geht und die Kinder trotzdem sicher in den Unterricht kommen", sagte Stürmer.

Das Informationsmaterial beinhaltet Tipps, zu Fuß, mit dem Auto, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Ein Stadtplan zeichnet alle Routen auf. Gefährliche Kreuzungen, Ampeln, Bahnschranken, vielbefahrene Knotenpunkte, Busverbindungen - alles ist genau aufgeführt. Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen wollen, sind Ausweichparkplätze im Umfeld angeboten, damit sich die Verkehrssituation zu den Stoßzeiten entzerrt. "Viele Wege führen zum Amos. Es ist zu allen Jahreszeiten erreichbar", meinte Beatrix Buttler vom Planungsteam.

Zugang zum Schulwegchecker über: http://www.schulwegcheck.de/karte.html