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32. Godema in Bad Godesberg: Rekordbeteiligung mit 90 Ausstellern

32. Godema in Bad Godesberg : Rekordbeteiligung mit 90 Ausstellern

Veranstalter und Unternehmer sind zufrieden mit der Resonanz. Das Konzept für einen buntgemischten Markt geht auf.

Zufrieden waren Besucher und Aussteller der Godema am Wochenende. Auch der Veranstalter Bad Godesberg Stadtmarketing zog eine positive Bilanz. „Aus meiner Sicht ist alles wunderbar gelaufen“, sagte gestern Nachmittag Günter Gottmann, Vorsitzender des Vereins.

Die 32. Godema lockte zahlreiche Besucher und bot ihnen eine Rekordbeteiligung von rund 90 Ausstellern. „Viele Besucher haben mich persönlich oder einen aus dem Team angesprochen, um uns zu sagen, dass es sich dieses Mal um eine besonders abwechslungsreiche Godema handelt“, berichtete Gottmann. Das Konzeot der Veranstalter ist also aufgegangen. Diese Einschätzung bestätigte beispielsweise auch der frühere Bezirksvorsteher Christoph Brüse, der bereits am Samstagmittag mit seiner Gattin die Godema für eine Shoppingtour nutzte. „Besser als im letzten Jahr und bedeutend abwechslungsreicher als in den vergangenen Jahren“, meinte das Ehepaar Brüse übereinstimmend.

Brüse, schon zu seiner Amtszeit nicht gerade bekannt dafür, einen Schmusekurs gegenüber der Godesberger Geschäftswelt zu fahren, beklagte allerdings einmal mehr, zu wenige Godesberger Unternehmen vorzufinden: „Da richtet sich meine Kritik nicht an den Veranstalter, sondern an die Geschäftsleute“, so Brüse.

Premiere für die Redoute

Zu den Godesberger Ausstellern gehörte zum Beispiel die Redoute, die zum ersten Mal mit einem eigenen Stand vertreten war. Unter dem Hausmotto „Fürstlich genießen“ präsentierte Redoute-Chef Christoph von Borries mit seinem Team edle Feinkost in Form von Tomaten-Fondue, Pesto, Bärlauchsalz oder Trüffelbutter. Das Besondere: „alles Eigenkreationen“, wie Nicole Stern versicherte.

„Für unsere Godema-Produktion haben wir Sonderschichten eingelegt“, sagte sie stolz. „Für die Besucher unseres Standes gibt's heute sozusagen die Redoute zum Mitnehmen“, meinte von Borries. Standbesucher bekamen zudem eine exklusive Information, nämlich die Nachricht, dass man „voraussichtlich im Herbst dieses Jahres“ das Redüttchen wieder eröffnen werde.

„Wir wollen es noch einmal versuchen“, so von Borries, „und unser Konzept besser auf die Bedürfnisse abstimmen. Wir haben immer noch die Hoffnung, dass es den Bedarf gibt“, sagte er. Das „Redüttchen“ war Ende 2013 geschlossen worden und ist nur noch für Veranstaltungen gemeinsam mit der Redoute zu buchen. Musikalisch und unterhaltsam ging es am Stand des Godesberger Musikhauses Baum zu. Manni Pichler, Vorführer bei der Firma Yamaha, spielte auf dem Keyboard „Tyros 5“ und auf dem Clavinova, einem Digitalpiano, Melodien aus Jazz, Swing und Schlager.

Buntes Treiben in den Hallen

Musikhaus-Chef Norfried Baum freute sich über die bunte Mischung an Ausstellern: „Es gibt hier viele coole Sachen. Die Godema stellt sich meiner Meinung nach wesentlich besser dar als früher.“ Auch der Godesberger Künstler Günter Herzing, immerhin zum sechsten Mal in Folge dabei, war begeistert: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Besuch an unserem Stand. Vor allem die Verweildauer der Interessierten ist sehr lange.“ Gute Laune verbreitete auch Pitt Hoffmann, Vorsitzender des Godesberger Haus- und Grundeigentümervereins, der höchst persönlich den Messestand der Hauseigentümer betreute. „Ich freue mich, dass es die Godema überhaupt noch gibt und genieße das bunte Treiben hier in der Halle.“ Allerdings, ähnlich wie Christoph Brüse, wünschte er sich noch mehr Präsenz der Godesberger.

„Zu viel Trödel“, beklagte Burgherrin Marion Hauck, die mit einem schicken Stand die Godesburg präsentierte. Mit Spargelcremesuppe, Prosecco und Kuchen bewirteten Hauck und ihr Team die Besucher im Foyer der Stadthalle.

Apropos Trödel: Großer Besucherandrang herrschte parallel in der Godesberger Fußgängerzone beim Trödelmarkt. „Das ist ja fast wie auf Pützchens Markt hier“, meinte dazu etwa der Rüngsdorfer Kurt Kilian. Dass die Godema sich mittlerweile noch mehr als früher als bunter Markt versteht, war bereits im letzten Jahr absehbar. „Da haben wir schon beim Gewinnspiel versucht, die Besucher darauf einzustimmen, dass es sich bei der Godema um einen Godesberger Markt handelt“, so Günter Gottmann.