Godesberger Schüler siegen bei Roboterwettbewerb Spike glänzt durch höchste Präzision

Bad Godesberg · Spike weiß genau, wie man einen Gegenstand von A nach B bringt. Das liegt daran, dass Ako-Schüler aus Bad Bad Godesberg so gut programmiert haben. Das Team Elektrokarategranatäpfel hat mit ihm nun einen Roboterwettbewerb gewonnen.

 Der Roboter der Elektrokarategranatäpfel auf dem Wettbewerbstisch.

Der Roboter der Elektrokarategranatäpfel auf dem Wettbewerbstisch.

Foto: Annabelle Jelen

Während andere Karneval feiern, tüfteln die Bad Godesberger Elektrokarategranatäpfel in der Schule. Diesem Fleiß ist zu verdanken, dass sie nun Siegermannschaft beim lokalen zdi-Roboterwettbewerb geworden sind. Die Schüler des Aloisiuskollegs haben sich in drei Runden durchgesetzt.

„Es war großartig zu erleben, wie nach wochenlanger Vorarbeit und vielen Stunden des gemeinsamen Grübelns über die richtige Programmierung nun so viele Teams spielerisch ihre Roboter gegeneinander antreten ließen und wichtige Future Skills für sich festigen konnte“, sagt Tim Bayer, Leiter des Regionalen Bildungsbüros des Rhein-Sieg-Kreises, begeistert. Die Abkürzung zdi steht für Zukunft durch Innovation.NRW – eine Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen.

Die Gymnasiasten haben ein Team von sechs Schülern gebildet. Diese besuchen alle die Mittelstufe von Klasse sieben bis neun. Und kamen dabei ganz ohne Informatikunterricht aus. Denn der wird laut Immo Krupke, dem Leiter der Roboter-AG-Leiter, erst seit neuestem ab Klasse fünf angeboten. „Sie haben den Roboter selbstständig gebaut“, sagt er nicht ohne Stolz.

Der Lehrer zeigt sich also begeistert von der Arbeit seiner Schüler. Die erste AG-Sitzung für den Wettbewerb hatte laut Krupke an Weiberfastnacht stattgefunden. Kaum eine Woche später lag der Roboter „so gut wie fertig auf dem Tisch”. Danach waren nur noch ein paar Kleinigkeiten zu regeln und einzustellen. Die Schüler haben keine Zeit verschwendet und legten beim Ausprobieren des Roboters eine Präzision hin, die er vom Unterricht von seinen Schülern gar nicht kenne, verriet Krupke.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ako-Schüler an dem Wettbewerb versuchen. Beim ersten Mal habe man eigentlich keine Chance gehabt zu gewinnen, „wegen Mangel an Erfahrung“, so der Lehrer: „Der zweite Durchgang war ein knappes Rennen.“ laut Krupke. Umso war größer die Freude über den jetzigen Sieg.

Das Siegerteam Elektrokarategranatäpfel aus Bad Godesberg mit Tim Bayer vom Bildungsbüro (l.) und zdi-Netzwerkkoordinatorin Bettina Wallor (r.).

Das Siegerteam Elektrokarategranatäpfel aus Bad Godesberg mit Tim Bayer vom Bildungsbüro (l.) und zdi-Netzwerkkoordinatorin Bettina Wallor (r.).

Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Bis ihr Roboter einwandfrei funktionierte, mussten die Jugendlichen viele Hindernisse überwinden. Obwohl das Gerät, das die Schüler aus Lego gebaut haben, ein neues Modell ist, ist es wohl noch sehr empfindlich für Störungen. Krupke berichtet davon, dass der Boden absolut ebenmäßig und sauber sein muss.

Gegenstand muss von A nach B

Die Aufgaben, die die Maschine alleine lösen muss, finden alle auf einem Wettbewerbstisch statt. Das kann zum Beispiel sein, einen Gegenstand von A nach B zu bringen und diesen dann abzulegen. Die Regel: Die Programmierung muss vor dem Wettbewerb abgeschlossen sein, und man darf nur noch den weißen Bereich des Roboters anfassen. Das ist die sogenannte Base. Die Programme, die die Schüler vorher geschrieben hatten, wurden auf dieser Base dann aktiviert.

In drei Wettbewerbsrunden hatten die Kinder und Jugendlichen ihre selbstprogrammierten Roboter auf einen Aufgabenparcours rund um das Thema schlaue Städte geschickt. Dabei lösten sie symbolisch vorgegebene Aufgaben wie die Platzierung von Sensoren für ein Smart-City-Dashboard, den Transport von Holz für Micro-Housing oder die Nutzung eines Wasserstoffbusses.

Die Elektrokarategranatäpfel haben ihrem Modell Spike-Roboter bislang noch keinen Namen gegeben. Er ist klein und handlich, hat aber kein Display mehr wie seine Vorgänger und wird komplett über eine App von Lego programmiert.

Die Finanzierung des Projektes übernimmt der Förderverein der Schule. Wenn aber hier und da mal was fehlt, besorgt Krupke einfach das Material.

Auf Platz 2 landete eine weitere Bonner Schule, das Collegium Josephinum aus Bonn. Nun reisen die Bad Godesberger zum Finale NRW am 22. Juni. Mehr auf mint-community.de/zdi-roboterwettbewerb.

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